Sonntag, 13.06.2010
13.06.2010, Weiningen, 7303km
Die Woche in Chengdu ist ein einziges abwarten auf den Heimflug. Die Stadt selber ist die fünftgrösste Chinas und ihr Ballungsraum hat schon über 13 Millionen Einwohner. Trotzdem hat sie nicht viel zu bieten, abgesehen von deren Umgebung. So bin ich mich am erholen nach den 4 Monaten des Radelns. Mit dem Velo in der Stadt herumzukurven ist zwar lustig bei all dem Verkehr, aber wirklich sportlich kann man da nicht fahren. Zu viele Lichtsignale und Zweiräder verhindern eine schnelle Fahrt. Ich vermisse schon meine Joggingschuhe! Schliesslich aber überstehe ich dann auch diese ruhige Zeit und mache mich auf zum Flughafen. Wie selten zuvor verläuft das Einchecken mit meinem Fahrrad problemlos. Auch der Flug ist ruhig und angenehm. Damit geht also meine Reise definitiv zu Ende.
Im grossen Ganzen war es eine problemlose Reise. In ganz Südostasien und auch in Südchina braucht man nicht zu zelten. Es gibt genügend günstige Unterkünfte. Auch den Kocher hab ich fast nie gebraucht, da es überall irgendetwas essbares gibt. Man könnte also diese Region von Asien mit einem grossen Rucksack beradeln, anstatt wie ich mit 5 Radtaschen! Dennoch war ich vor allem am Schluss froh, das Zelt, Schlafsack und Kocher dabei zu haben, als es über die 4000m hohen Berge ging. Dort war es definitiv von Vorteil, seine eigene Unterkunft und Küche dabei zu haben. Landschaftlich war eben auch dieser Teil von China der schönste der ganzen Reise. Ich habe mir das Zückerchen bis zum Schluss aufgespart. In der Trockenzeit, wie ich es gemacht habe im Februar, loszufahren war definitiv nicht die beste Idee. So war ich doch recht enttäuscht von der Landschaft in Südostasien, da ich meistens braune Felder und Wälder durchfahren musste. Von einer grünen Landschaft war nichts zu sehen. Vor allem dann Nordlaos war die reinste Katastrophe mit all den verbrannten Hügeln. Wenn man über Wochen keine 200m sieht und ganze Hügelzüge nach der ganzen Brandrodung aussehen wie im Krieg, lohnt es sich definitiv nicht hierherzukommen. In Südchina hatte ich dann das Pech, dass die Leute schon seit 8 Monaten auf Regen warten und eine üble Dürre durchzustehen hatten. Somit waren auch hier die Felder und Reisterassen noch nicht so grün wie erwartet. Natürlich gab es auch viele positive Eindrücke. Vor allem die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Asiaten erstaunte mich immer wieder. Speziell in Kambodscha hatte ich einige angenehme Begegnungen. China war schlussendlich sicher das interessanteste Land, vor allem landschaftlich und kulturell. Ich kann mir gut vorstellen noch einmal nach China zurückzukommen. Es gibt hier unendlich viel zu sehen und erfahren.
Statistik:
gesamt:
7'303km
485 Std. Radelzeit
15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
Etappen:
längster Tag (China): 201km / 09:40h / 20.76km/h
schnellster Tag(Thailand): 106km / 4:35h / 23.11km/h
langsamster Tag (Laos): 39km / 04:53h / 8.05km/h
Defekte am Rad:
1 Speichenbruch
1 Plattfuss
Vorderradgepäckträger gebrochen
Rückspiegel abgebrochen
Die nächste Reise kommt bestimmt......
Hier noch ein paar Fotos zum Abschluss:

Es können mehr Personen auf einem Motorrad befördert werden als man denkt (Kambodscha)

typische Pistenfahrt (Kambodscha)

Reisfelder und Karstberge (Laos)

typisches Dorf (Laos)

Nach Schlammfahrt - man suche das Ventil! (Vietnam)

Trotz Wirtschaftsboom sind Maschinen noch rar und schwere Arbeiten werden immer noch von Hand erledigt (China)

Ein Schweizer mit Fahrrad in Tibet ist auch für Chinesische Touristen eine Attraktion (China)

Gipfelfoto auf einem der vielen überquerten 4000er (China)
Im grossen Ganzen war es eine problemlose Reise. In ganz Südostasien und auch in Südchina braucht man nicht zu zelten. Es gibt genügend günstige Unterkünfte. Auch den Kocher hab ich fast nie gebraucht, da es überall irgendetwas essbares gibt. Man könnte also diese Region von Asien mit einem grossen Rucksack beradeln, anstatt wie ich mit 5 Radtaschen! Dennoch war ich vor allem am Schluss froh, das Zelt, Schlafsack und Kocher dabei zu haben, als es über die 4000m hohen Berge ging. Dort war es definitiv von Vorteil, seine eigene Unterkunft und Küche dabei zu haben. Landschaftlich war eben auch dieser Teil von China der schönste der ganzen Reise. Ich habe mir das Zückerchen bis zum Schluss aufgespart. In der Trockenzeit, wie ich es gemacht habe im Februar, loszufahren war definitiv nicht die beste Idee. So war ich doch recht enttäuscht von der Landschaft in Südostasien, da ich meistens braune Felder und Wälder durchfahren musste. Von einer grünen Landschaft war nichts zu sehen. Vor allem dann Nordlaos war die reinste Katastrophe mit all den verbrannten Hügeln. Wenn man über Wochen keine 200m sieht und ganze Hügelzüge nach der ganzen Brandrodung aussehen wie im Krieg, lohnt es sich definitiv nicht hierherzukommen. In Südchina hatte ich dann das Pech, dass die Leute schon seit 8 Monaten auf Regen warten und eine üble Dürre durchzustehen hatten. Somit waren auch hier die Felder und Reisterassen noch nicht so grün wie erwartet. Natürlich gab es auch viele positive Eindrücke. Vor allem die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Asiaten erstaunte mich immer wieder. Speziell in Kambodscha hatte ich einige angenehme Begegnungen. China war schlussendlich sicher das interessanteste Land, vor allem landschaftlich und kulturell. Ich kann mir gut vorstellen noch einmal nach China zurückzukommen. Es gibt hier unendlich viel zu sehen und erfahren.
Statistik:
gesamt:
7'303km
485 Std. Radelzeit
15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
Etappen:
längster Tag (China): 201km / 09:40h / 20.76km/h
schnellster Tag(Thailand): 106km / 4:35h / 23.11km/h
langsamster Tag (Laos): 39km / 04:53h / 8.05km/h
Defekte am Rad:
1 Speichenbruch
1 Plattfuss
Vorderradgepäckträger gebrochen
Rückspiegel abgebrochen
Die nächste Reise kommt bestimmt......
Hier noch ein paar Fotos zum Abschluss:
Es können mehr Personen auf einem Motorrad befördert werden als man denkt (Kambodscha)
typische Pistenfahrt (Kambodscha)
Reisfelder und Karstberge (Laos)
typisches Dorf (Laos)
Nach Schlammfahrt - man suche das Ventil! (Vietnam)
Trotz Wirtschaftsboom sind Maschinen noch rar und schwere Arbeiten werden immer noch von Hand erledigt (China)

Ein Schweizer mit Fahrrad in Tibet ist auch für Chinesische Touristen eine Attraktion (China)

Gipfelfoto auf einem der vielen überquerten 4000er (China)
Mittwoch, 02.06.2010
02.06.2010, Chengdu, 7299km
Lange hats gedauert, bis ich wieder einen Bericht schreibe. Es war in den Tibetischen Bergen einfach nicht moeglich. Sorry!
Nachdem ich nun fast 3 Monate immer mit anderen Radlern unterwegs war, verlasse ich Shangri-La (Zhongdian) nun also alleine. Nic und Kate muessen noch auf ihre Visaverlaengerung warten und haben sowieso andere Plaene als ich. Schon bald fuehrt die Strasse einen kleineren Pass hinauf und ich entdecke die ersten Schneeberge. Schon weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war in diese Tibetische Region zu fahren. Die Landschaft, die Ruhe, diese Weite, einfach traumhaft! Ich jauchze vor Freude.

Am zweiten Tag erreiche ich schon den ersten 4000-er. Genauer gesagt radle ich ueber einen 4327m hohen Pass.

Ich bin erstaunt wie locker das geht. Ich spuere die Hoehe ueberhaupt nicht. Das liegt wohl daran, dass ich innert Wochen von Meereshoehe auf 3500m hinaufradelte und mich so gut an die duenne Luft gewoehnen konnte. Die Piste welche aber ueber diesen Pass fuehrt erinnert mich stark an die Peruanischen Anden. Meist liegt da 5cm Sandstaub und darunter befinden sich dann lose Steine. Oder dann aber sind es nur Steine, wodurch ich kaum mehr im Sattel sitzen bleiben kann. Somit ist auch die Abfahrt meist nur mit 10-15km/h zu bewaeltigen.

Dass ich nun wirklich in Tibet angekommen bin, sieht man auch an den vielen speziellen Haeusern an, die hier meist in gruenen Taelern liegen

Trotz der schlechten Strasse erreiche ich nach 2 Tagen und 225km die Ortschaft Choktreng. Dabei habe ich auch 3500 Hoehenmeter erradelt. Es wird auch so bleiben, dass ich nun jeden Tag sicher 1000 Hoehenmeter zu bewaeltigen habe. Meist geht die Abfahrt auf etwa 3000m runter. So auch hier in Choktreng. Gleich in der Ortschaft drinnen steigt diese aber schon wieder auf den naechsten 4150m hohen Pass. Schliesslich erreiche ich den Yangtze Fluss. Dieser schlaengelt sich durch eine riesige Schlucht. Trotzdem gibt es hier auch einige Doerfer und die Leute bewirtschaften jedes Fleckchen Erde, dass was hergibt.

Dann wartet auch schon die naechste Herausforderung auf mich. Eine Verbindungsstrasse ueber zwei 4000er soll mich zum noerdlichen Tibetanhighway bringen. Aber leider beginnt es zu regnen und das ist auf dieser Hoehe nicht wirklich angenehm. Voellig erfroren erreiche ich nach gut 60km ein Haus in welchem sich die vielen Motorradfahrer, welche ihre Familien in den Bergen versorgen muessen, aufwaermen. Ich bin froh, darf ich mich hier am Ofen aufwaermen und sogar am Boden nebst all den Zigarettenstummeln uebernachten. Auch der naechste Tag sieht nicht freundlicher aus und so schaffe ich nur gerade 17km. Erst werde ich von Tibetern zum Zmittag eingeladen und wenig spaeter von einer Nomadenfamilie zum Vesper. Hier bleibe ich den ganzen Tag, esse alle erdenklichen Produkte die man aus Yakmilch herstellen kann und stelle dann auch gleich mein Zelt neben dem der Familie auf.

Der dauernde Regen hat dann auch die ganze Piste sehr aufgeweicht. Durch Pfuetzen, Bache und Schlamm kaempfe ich mich so auf den Pass.

Es ist auch immer wieder frustrierend wie auf der Karte die Kilometerangaben nicht stimmen. So plant man dann mal einen 100km Tag und macht dann deren 70 oder 130km! Man weiss nie so genau, wie weit und wie hoch die Berge wirklich sind. So habe ich drei Karten mit mir und alle haben etwas unterschiedliche Angaben. Der etwa 6.te 4000er der dann vor mir liegt koennte so zwischen 4600 und 5050m hoch sein. Die wahre Hoehe liegt wohl recht genau auf 4900m. So uebernachte ich auf etwa 4400m, da es mir nicht mehr gereicht haette den Pass vor Dunkelheit zu ueberqueren. In der Nacht beginnt es dann wieder zu regnen. Aber halt, Regen hoehrt sich doch anders an. Ich stelle fest, dass es schneit. Am naechsten Morgen ist mein Zelt und Fahrrad in die weisse Pracht eingekleidet.

Auch die Wasserflaschen sind gefroren. Es muss also recht kalt gewesen sein, trotzdem hab ich gut geschlafen. Ich habe einfach all meine Kleidungsstuecke angezogen. Die Fahrt zum Pass ist dann nur noch eine "Kleinigkeit", obwohl die Strasse mit Matsch, Schnee und Eis gepflastert ist.

Lanschschaftlich lohnt sich die Muehe aber auf jeden Fall, denn es gibt unverfaelschte Natur zu sehen.

Vor allem die Ruhe ist so befreiend. Auch die Tibeter sind sehr gastfreundlich und ich muss einige Einladungen ausschlagen, damit ich ueberhaupt noch vorwaerts komme. Ploetzlich kriege ich aber enorme Blaehungen und Bauchschmerzen. Ich habe weder Durchfall noch sonst irgendetwas, kann mich aber kaum mehr auf dem Rad halten. Jeder Pedaltritt wird zur Qual und ich bin nahe am aufgeben. Ich erinnere mich an die Reise in Suedamerika wo ich in der Hoehe dasselbe Problem hatte. So werden die Paesse nicht mehr mit Freude erklommen und die Landschaft mehrheitlich ignoriert. Drei schlaflose Naechte und schlimme Tage spaeter sind die Schmerzen aber genauso schnell wieder verschwunden wie sie damals gekommen sind. So bin ich auch guten Mutes die letzten 4000er auch noch zu schaffen. Wie schon auf dem ganzen Weg passiere ich immer mal wieder kleinere und groessere Klosteranlangen. Ich habe das Gefuehl, dass hier jeder zweite Mann ein Moench sein muss!

Schliesslich treffe ich auf zwei Deutsche Radler, Juergen und Susanne, welche von Deutschland aus hierhergefahren sind. Ich begleite sie fuer 4 Tage, ehe wir uns wieder trennen muessen, weil sie Probleme mit der Visaverlaengerung haben.
So erreiche ich den letzten Pass auf 4298m Hoehe.

Die anschliessende beeindruckende Abfahrt auf bester Teerstrasse geniesse ich in vollen Zuegen. Wie ich das doch verdient habe. Mit 80 Sachen rase ich den Pass hinunter.

Bis Chengdu sind es dann noch gut 350km. Aber eigentlich fuehle ich, wie die Reise nun zu Ende ist und so radle ich die Strecke in 2 Tagen, wobei ich am letzten Tag mit genau 200km noch die laengste Etappe der Reise mache. Nun bin ich also in Chendu und warte auf meinen Heimflug und werde dort nochmals einen kurzen Schlussbericht verfassen.
Nachdem ich nun fast 3 Monate immer mit anderen Radlern unterwegs war, verlasse ich Shangri-La (Zhongdian) nun also alleine. Nic und Kate muessen noch auf ihre Visaverlaengerung warten und haben sowieso andere Plaene als ich. Schon bald fuehrt die Strasse einen kleineren Pass hinauf und ich entdecke die ersten Schneeberge. Schon weiss ich, dass es die richtige Entscheidung war in diese Tibetische Region zu fahren. Die Landschaft, die Ruhe, diese Weite, einfach traumhaft! Ich jauchze vor Freude.

Am zweiten Tag erreiche ich schon den ersten 4000-er. Genauer gesagt radle ich ueber einen 4327m hohen Pass.

Ich bin erstaunt wie locker das geht. Ich spuere die Hoehe ueberhaupt nicht. Das liegt wohl daran, dass ich innert Wochen von Meereshoehe auf 3500m hinaufradelte und mich so gut an die duenne Luft gewoehnen konnte. Die Piste welche aber ueber diesen Pass fuehrt erinnert mich stark an die Peruanischen Anden. Meist liegt da 5cm Sandstaub und darunter befinden sich dann lose Steine. Oder dann aber sind es nur Steine, wodurch ich kaum mehr im Sattel sitzen bleiben kann. Somit ist auch die Abfahrt meist nur mit 10-15km/h zu bewaeltigen.

Dass ich nun wirklich in Tibet angekommen bin, sieht man auch an den vielen speziellen Haeusern an, die hier meist in gruenen Taelern liegen

Trotz der schlechten Strasse erreiche ich nach 2 Tagen und 225km die Ortschaft Choktreng. Dabei habe ich auch 3500 Hoehenmeter erradelt. Es wird auch so bleiben, dass ich nun jeden Tag sicher 1000 Hoehenmeter zu bewaeltigen habe. Meist geht die Abfahrt auf etwa 3000m runter. So auch hier in Choktreng. Gleich in der Ortschaft drinnen steigt diese aber schon wieder auf den naechsten 4150m hohen Pass. Schliesslich erreiche ich den Yangtze Fluss. Dieser schlaengelt sich durch eine riesige Schlucht. Trotzdem gibt es hier auch einige Doerfer und die Leute bewirtschaften jedes Fleckchen Erde, dass was hergibt.

Dann wartet auch schon die naechste Herausforderung auf mich. Eine Verbindungsstrasse ueber zwei 4000er soll mich zum noerdlichen Tibetanhighway bringen. Aber leider beginnt es zu regnen und das ist auf dieser Hoehe nicht wirklich angenehm. Voellig erfroren erreiche ich nach gut 60km ein Haus in welchem sich die vielen Motorradfahrer, welche ihre Familien in den Bergen versorgen muessen, aufwaermen. Ich bin froh, darf ich mich hier am Ofen aufwaermen und sogar am Boden nebst all den Zigarettenstummeln uebernachten. Auch der naechste Tag sieht nicht freundlicher aus und so schaffe ich nur gerade 17km. Erst werde ich von Tibetern zum Zmittag eingeladen und wenig spaeter von einer Nomadenfamilie zum Vesper. Hier bleibe ich den ganzen Tag, esse alle erdenklichen Produkte die man aus Yakmilch herstellen kann und stelle dann auch gleich mein Zelt neben dem der Familie auf.

Der dauernde Regen hat dann auch die ganze Piste sehr aufgeweicht. Durch Pfuetzen, Bache und Schlamm kaempfe ich mich so auf den Pass.

Es ist auch immer wieder frustrierend wie auf der Karte die Kilometerangaben nicht stimmen. So plant man dann mal einen 100km Tag und macht dann deren 70 oder 130km! Man weiss nie so genau, wie weit und wie hoch die Berge wirklich sind. So habe ich drei Karten mit mir und alle haben etwas unterschiedliche Angaben. Der etwa 6.te 4000er der dann vor mir liegt koennte so zwischen 4600 und 5050m hoch sein. Die wahre Hoehe liegt wohl recht genau auf 4900m. So uebernachte ich auf etwa 4400m, da es mir nicht mehr gereicht haette den Pass vor Dunkelheit zu ueberqueren. In der Nacht beginnt es dann wieder zu regnen. Aber halt, Regen hoehrt sich doch anders an. Ich stelle fest, dass es schneit. Am naechsten Morgen ist mein Zelt und Fahrrad in die weisse Pracht eingekleidet.

Auch die Wasserflaschen sind gefroren. Es muss also recht kalt gewesen sein, trotzdem hab ich gut geschlafen. Ich habe einfach all meine Kleidungsstuecke angezogen. Die Fahrt zum Pass ist dann nur noch eine "Kleinigkeit", obwohl die Strasse mit Matsch, Schnee und Eis gepflastert ist.

Lanschschaftlich lohnt sich die Muehe aber auf jeden Fall, denn es gibt unverfaelschte Natur zu sehen.

Vor allem die Ruhe ist so befreiend. Auch die Tibeter sind sehr gastfreundlich und ich muss einige Einladungen ausschlagen, damit ich ueberhaupt noch vorwaerts komme. Ploetzlich kriege ich aber enorme Blaehungen und Bauchschmerzen. Ich habe weder Durchfall noch sonst irgendetwas, kann mich aber kaum mehr auf dem Rad halten. Jeder Pedaltritt wird zur Qual und ich bin nahe am aufgeben. Ich erinnere mich an die Reise in Suedamerika wo ich in der Hoehe dasselbe Problem hatte. So werden die Paesse nicht mehr mit Freude erklommen und die Landschaft mehrheitlich ignoriert. Drei schlaflose Naechte und schlimme Tage spaeter sind die Schmerzen aber genauso schnell wieder verschwunden wie sie damals gekommen sind. So bin ich auch guten Mutes die letzten 4000er auch noch zu schaffen. Wie schon auf dem ganzen Weg passiere ich immer mal wieder kleinere und groessere Klosteranlangen. Ich habe das Gefuehl, dass hier jeder zweite Mann ein Moench sein muss!

Schliesslich treffe ich auf zwei Deutsche Radler, Juergen und Susanne, welche von Deutschland aus hierhergefahren sind. Ich begleite sie fuer 4 Tage, ehe wir uns wieder trennen muessen, weil sie Probleme mit der Visaverlaengerung haben.
So erreiche ich den letzten Pass auf 4298m Hoehe.

Die anschliessende beeindruckende Abfahrt auf bester Teerstrasse geniesse ich in vollen Zuegen. Wie ich das doch verdient habe. Mit 80 Sachen rase ich den Pass hinunter.

Bis Chengdu sind es dann noch gut 350km. Aber eigentlich fuehle ich, wie die Reise nun zu Ende ist und so radle ich die Strecke in 2 Tagen, wobei ich am letzten Tag mit genau 200km noch die laengste Etappe der Reise mache. Nun bin ich also in Chendu und warte auf meinen Heimflug und werde dort nochmals einen kurzen Schlussbericht verfassen.
Sonntag, 02.05.2010
02.05.2010, Shangri-La (China), 5403km
In China gelangt man in jedem Tal wieder an andere Voelker. Dies ist vor allem daran zu erkennen, dass die Frauen unterschiedliche Kleidung tragen. Das durcheinander ist hier aber zu gross fuer mich um all diese unterschiedlichen Gruppierungen unterscheiden zu koennen.

Aus Dali raus fahren wir an den drei riesigen uralten Pagoden vorbei.

Die Eintrittspreise hier in China sind aber generell so hoch, dass diese selbst fuer Europaer saftig sind. Es liegt vielfach daran, dass es mittlerweile sehr viele reiche Chinesen gibt, die sich Ferien leisten koennen. Waeren nun die Eintrittspreise tief, wuerden noch mehr Touristen kommen und die Sehenswuerdigkeiten wuerden dann dem Massentourismus zum Opfer fallen und zerstoert werden. Mit hohen Preisen kann man somit den Besucherstrom etwas drosseln.
Dann aber sind wir schnell einmal aus Dali raus. Es wird schnell wieder laendlicher. Das gefaellt mir natuerlich umso mehr. Mit Staedten konnte ich noch nie viel anfangen. Ein nicht zu unterschaetzender Vorteil in der Natur draussen ist die Moeglichkeit sein Geschaeft hinter einem Baum erledigen zu koennen. Wenn man hier naemlich mal Einblick in die oeffentlichen Toiletten kriegt, wo es keine Privatsphaere und auch keine Sauberkeit gibt, vergeht einem naemlich das schei.... schnell!!!

Nur zwei Tage spaeter erreichen wir schon die knapp 200km entfernte Stadt Lijiang. Die nach einem Erdbeben stark zerstoerte Stadt wurde wieder aufgebaut und zieht nun jede Menge Touristen an. Jedes Haus ist auch hier entweder ein Restaurant oder ein Souvenirladen. Trotzdem hat sie etwas urspruengliches und typisch chinesisches bewahrt. Die verwinkelten Gassen und huebschen Daecher sind immer noch ein Besuch wert.

Gerade mit der Ankunft in dieser Stadt beginnt es auch zu regnen. Da der Ort auf etwa 2300m Hoehe und nahe des Himalayas liegt, faellt das Thermometer dann auch gleich auf 10-Grad. Der Himalaya und damit das tibetische Gebiet noerdlich von Lijiang laesst mir aber keine Ruhe. Ich habe noch genuegend Zeit um mein Ziel Chengdu zu erreichen und habe immer noch den Gedanken im Kopf ein paar 4000-er mit dem Rad zu erklimmen. Als dann meine Radelpartner beginnen warme Klamotten einzukaufen ist es uch um mich bald einmal geschehen und ich tue es ihnen gleich. Innert 40 Min. kaufe ich diverse warme (gefaelschte?) Kleider auf dem Markt ein um fuer das aergste geruestet zu sein. Kaum aus Lijiang raus sehe ich auch schon den ersten schneebedeckten 5000-er. Einfach wunderbar. Ich muss definitiv mehr davon sehen. Dass wir dabei aber eine falsche Strasse erwischt haben und so an diesem Tag statt der geplanten 75km deren 135km zuruecklegen muessen merken wir leider erst viel zu spaet. Hier beginnt dann die "Tiger Leaping Gorge", die Tigersprungschlucht. Ein riesiger Fluss wird hier auf bis zu 20m "zusammengepresst", wobei sich natuerlich stattliche Stromschnellen ergeben.

Die ganze Strasse in der etwa 30km langen Schlucht musste in den Berg gesprengt werden. Zur Zeit wird diese auf der ganzen Strecke gerade neu gebaut. Wir merken erst mittendrin wie gefahrlich es hier waehrend den Bauarbeiten ist. Das ist wohl auch der Grund, dass es kaum Verkehr und Touristen hat. Einmal werden wir auf einer Baustelle einfach durchgewunken und ploetzlich donnern da doch nur wenige Meter vor uns einige Kilogramm schwere Steine auf die Strasse runter. Ein solcher Stein auf dem Kopf waere dann wohl das Ende der Reise gewesen... Ein anderes Mal wiederum moechte ich von der Schlucht ein Foto schiessen, werde dann aber von einem chinesischen Arbeiter sichtlich nervoes durchgewunken. Also radle ich weiter und hoehre nur 20 Sekunden spaeter einen ohrenbetaeubenden Knall und hinter mir um die Ecke sehe ich, wie die Steine und Felsen nur so durch die Luft fliegen. Sie waren gerade dabei, den Berg wegzusprengen!!! Wenn dann vor uns gesprengt wurde, hiess das dann fuer uns wiederum Schwerstarbeit, denn dann mussten wir unsere vollbeladenen Raeder ueber die auf der Strasse liegenden Felsbrocken hieven.

Schlussendlich sind wir froh, die Schlucht heil ueberstanden zu haben und freuen uns bei schoenstem Wetter auf die Weiterfahrt. Vor uns liegt naemlich eine wunderschoene Strecke entlang von schneebedeckten Bergen. Ich bluehe richtiggehend auf in dieser wunderbaren Landschaft. Es ist das, was ich schon immer sehen und erradeln wollte. Da wir uns sozusagen auf einer Strasse befinden die in einer Sackgasse endet, ist der Verkehr auch gleich null und die Ruhe absolut genial.

Da macht es auch nichts aus, dass die Strecke nun recht huegelig ist. Drei Paesse mit 15km langen Aufstiegen muessen wir dabei bewaeltigen. Natuerlich geht das nicht an einem Tag und so geniessen wir es hier draussen im Niemandsland zu zelten.
Unterwegs gelangen wir auch noch an Kalkterassen, welche sich ihren Weg den Berg hinunter bahnen.

Auf ueber 3600m Hoehe gelangen wir so schon. Natuerlich darf da auch ein Gipfelfoto nicht fehlen.

Dann erreichen wir auch Shangri-La. In diesem Tal auf 3200m merkt man gleich, dass nun Tibet beginnt. Die Haeuser, die Leute, die Tempel, einfach alles ist hier anders. Trotz der Invasion an chinesen ist dies immer noch ersichtlich und so bin ich gespannt wie sich meine Weiterfahrt in die Berge gestalten wird. Ich werde diese nun wohl alleine in Angriff nehmen, da meine Radelpartner in den Bergen einfach nicht mit meinem Tempo mitkommen. Fuer sie ist es dann manchmal recht stressig immer den Gedanken zu haben, dass ich irgendwo auf sie warte und fuer mich jeweils sehr unbefriedigend, wenn ich nach 1 Stunde hinaufradeln 40 Minuten auf die beiden warten muss. So klappt das nicht auf die Dauer und es ist besser, wenn wir uns nun in Freundschaft trennen, als dass es dann mal zum riesen Knall kommt, nur weil wir unterschiedlich stark auf dem Rad sind.
Aus Dali raus fahren wir an den drei riesigen uralten Pagoden vorbei.
Die Eintrittspreise hier in China sind aber generell so hoch, dass diese selbst fuer Europaer saftig sind. Es liegt vielfach daran, dass es mittlerweile sehr viele reiche Chinesen gibt, die sich Ferien leisten koennen. Waeren nun die Eintrittspreise tief, wuerden noch mehr Touristen kommen und die Sehenswuerdigkeiten wuerden dann dem Massentourismus zum Opfer fallen und zerstoert werden. Mit hohen Preisen kann man somit den Besucherstrom etwas drosseln.
Dann aber sind wir schnell einmal aus Dali raus. Es wird schnell wieder laendlicher. Das gefaellt mir natuerlich umso mehr. Mit Staedten konnte ich noch nie viel anfangen. Ein nicht zu unterschaetzender Vorteil in der Natur draussen ist die Moeglichkeit sein Geschaeft hinter einem Baum erledigen zu koennen. Wenn man hier naemlich mal Einblick in die oeffentlichen Toiletten kriegt, wo es keine Privatsphaere und auch keine Sauberkeit gibt, vergeht einem naemlich das schei.... schnell!!!
Nur zwei Tage spaeter erreichen wir schon die knapp 200km entfernte Stadt Lijiang. Die nach einem Erdbeben stark zerstoerte Stadt wurde wieder aufgebaut und zieht nun jede Menge Touristen an. Jedes Haus ist auch hier entweder ein Restaurant oder ein Souvenirladen. Trotzdem hat sie etwas urspruengliches und typisch chinesisches bewahrt. Die verwinkelten Gassen und huebschen Daecher sind immer noch ein Besuch wert.
Gerade mit der Ankunft in dieser Stadt beginnt es auch zu regnen. Da der Ort auf etwa 2300m Hoehe und nahe des Himalayas liegt, faellt das Thermometer dann auch gleich auf 10-Grad. Der Himalaya und damit das tibetische Gebiet noerdlich von Lijiang laesst mir aber keine Ruhe. Ich habe noch genuegend Zeit um mein Ziel Chengdu zu erreichen und habe immer noch den Gedanken im Kopf ein paar 4000-er mit dem Rad zu erklimmen. Als dann meine Radelpartner beginnen warme Klamotten einzukaufen ist es uch um mich bald einmal geschehen und ich tue es ihnen gleich. Innert 40 Min. kaufe ich diverse warme (gefaelschte?) Kleider auf dem Markt ein um fuer das aergste geruestet zu sein. Kaum aus Lijiang raus sehe ich auch schon den ersten schneebedeckten 5000-er. Einfach wunderbar. Ich muss definitiv mehr davon sehen. Dass wir dabei aber eine falsche Strasse erwischt haben und so an diesem Tag statt der geplanten 75km deren 135km zuruecklegen muessen merken wir leider erst viel zu spaet. Hier beginnt dann die "Tiger Leaping Gorge", die Tigersprungschlucht. Ein riesiger Fluss wird hier auf bis zu 20m "zusammengepresst", wobei sich natuerlich stattliche Stromschnellen ergeben.
Die ganze Strasse in der etwa 30km langen Schlucht musste in den Berg gesprengt werden. Zur Zeit wird diese auf der ganzen Strecke gerade neu gebaut. Wir merken erst mittendrin wie gefahrlich es hier waehrend den Bauarbeiten ist. Das ist wohl auch der Grund, dass es kaum Verkehr und Touristen hat. Einmal werden wir auf einer Baustelle einfach durchgewunken und ploetzlich donnern da doch nur wenige Meter vor uns einige Kilogramm schwere Steine auf die Strasse runter. Ein solcher Stein auf dem Kopf waere dann wohl das Ende der Reise gewesen... Ein anderes Mal wiederum moechte ich von der Schlucht ein Foto schiessen, werde dann aber von einem chinesischen Arbeiter sichtlich nervoes durchgewunken. Also radle ich weiter und hoehre nur 20 Sekunden spaeter einen ohrenbetaeubenden Knall und hinter mir um die Ecke sehe ich, wie die Steine und Felsen nur so durch die Luft fliegen. Sie waren gerade dabei, den Berg wegzusprengen!!! Wenn dann vor uns gesprengt wurde, hiess das dann fuer uns wiederum Schwerstarbeit, denn dann mussten wir unsere vollbeladenen Raeder ueber die auf der Strasse liegenden Felsbrocken hieven.
Schlussendlich sind wir froh, die Schlucht heil ueberstanden zu haben und freuen uns bei schoenstem Wetter auf die Weiterfahrt. Vor uns liegt naemlich eine wunderschoene Strecke entlang von schneebedeckten Bergen. Ich bluehe richtiggehend auf in dieser wunderbaren Landschaft. Es ist das, was ich schon immer sehen und erradeln wollte. Da wir uns sozusagen auf einer Strasse befinden die in einer Sackgasse endet, ist der Verkehr auch gleich null und die Ruhe absolut genial.
Da macht es auch nichts aus, dass die Strecke nun recht huegelig ist. Drei Paesse mit 15km langen Aufstiegen muessen wir dabei bewaeltigen. Natuerlich geht das nicht an einem Tag und so geniessen wir es hier draussen im Niemandsland zu zelten.
Unterwegs gelangen wir auch noch an Kalkterassen, welche sich ihren Weg den Berg hinunter bahnen.
Auf ueber 3600m Hoehe gelangen wir so schon. Natuerlich darf da auch ein Gipfelfoto nicht fehlen.
Dann erreichen wir auch Shangri-La. In diesem Tal auf 3200m merkt man gleich, dass nun Tibet beginnt. Die Haeuser, die Leute, die Tempel, einfach alles ist hier anders. Trotz der Invasion an chinesen ist dies immer noch ersichtlich und so bin ich gespannt wie sich meine Weiterfahrt in die Berge gestalten wird. Ich werde diese nun wohl alleine in Angriff nehmen, da meine Radelpartner in den Bergen einfach nicht mit meinem Tempo mitkommen. Fuer sie ist es dann manchmal recht stressig immer den Gedanken zu haben, dass ich irgendwo auf sie warte und fuer mich jeweils sehr unbefriedigend, wenn ich nach 1 Stunde hinaufradeln 40 Minuten auf die beiden warten muss. So klappt das nicht auf die Dauer und es ist besser, wenn wir uns nun in Freundschaft trennen, als dass es dann mal zum riesen Knall kommt, nur weil wir unterschiedlich stark auf dem Rad sind.
Donnerstag, 22.04.2010
22.04.2010, Dali (China), 4903km
Ich bin froh kann ich die Millionenstadt Kunming wieder verlassen. Sie ist zwar entgegen meinen Erwartungen nicht einmal so laut. Das meistbenutzte Fortbewegungsmittel ist hier naemlich der geraeuschlose Elektroroller. So haltet es sich hier auch mit den Abgasen in Grenzen. Fuer Rad- und Motorradfahrer gibt es hier auf den grossen Strassen auch extra einen Radweg. Schneller vorwaerts kommt man aber deswegen nicht, denn vor allem in den Stosszeiten gibt es auch da Stau.

Die Fahrt nach Dali ist ein einziges rauf und runter. es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem man nicht gegen 1000 Hoehenmeter macht. Sehenswert sind hier vor allem die vielen bemalten Haeuser. Man ist es sich eigentlich von Asien nicht gewohnt, dass die Leute ein Auge fuer das Schoene haben. Es muss meist nur dem Zweck entsprechen.

Die Bewohner auf dem Land, die ja zumeist in in der Landwirtschaft taetig sind haben ja auch andere Sorgen. Zur Zeit machn sie hier im Yunnan naemlich sowieso eine Duerre durch. Die meisten Felder sind total ausgetrocknet und nur selten wird was bepflanzt.

Wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines Landwirtes kaum 400 US-Dollar erreicht und nun ein Grossteil der Ernte vielleicht sogar ausfaellt, versteht man wohl besser, dass es wichtigeres zu tun gibt, als auf eine schoene und saubere Umgebung zu achten. Die Aecker werden hier noch meist von Hand umgestellt.

Wer keinen Esel und Wagen hat, schleppt auch den Weizen selber nach Hause.

Die Arbeit muss doch enorm streng sein. Das Wasser fuer die Bewaesserung der Felder muss ebenfalls mit Menschenkraft hergebracht werden.

In China gibt es also nach wie vor Orte wo man das Gefuehl hat, die Zeit sei stehengeblieben. Der Fortschritt ist aber in den Staedten offensichtlich. Es gibt kaum einen Ort wo nicht gebaut wird. Ueberall werden neue Wohnbloecke errichtet oder riesige Expressways durch quer durch die Landschaft gebaut. Der Vorteil fuer uns Radler ist dabei, dass nun die alte Strasse nur noch wenig Verkehr aufweist und das Radeln somit viel angenehmer ist.
Hier in Dali gibt es eine riesige Altstadt, welche von Unmengen von Touristen besucht wird. Auch wenn die Chinesen diesen Ort fuer den Tourismus hergerichtet haben und jedes Haus entweder ein Souvenirshop oder ein Restaurant ist, gibt es hier viel zu entdecken.

Die Fahrt nach Dali ist ein einziges rauf und runter. es vergeht wohl kaum ein Tag, an dem man nicht gegen 1000 Hoehenmeter macht. Sehenswert sind hier vor allem die vielen bemalten Haeuser. Man ist es sich eigentlich von Asien nicht gewohnt, dass die Leute ein Auge fuer das Schoene haben. Es muss meist nur dem Zweck entsprechen.
Die Bewohner auf dem Land, die ja zumeist in in der Landwirtschaft taetig sind haben ja auch andere Sorgen. Zur Zeit machn sie hier im Yunnan naemlich sowieso eine Duerre durch. Die meisten Felder sind total ausgetrocknet und nur selten wird was bepflanzt.
Wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines Landwirtes kaum 400 US-Dollar erreicht und nun ein Grossteil der Ernte vielleicht sogar ausfaellt, versteht man wohl besser, dass es wichtigeres zu tun gibt, als auf eine schoene und saubere Umgebung zu achten. Die Aecker werden hier noch meist von Hand umgestellt.
Wer keinen Esel und Wagen hat, schleppt auch den Weizen selber nach Hause.
Die Arbeit muss doch enorm streng sein. Das Wasser fuer die Bewaesserung der Felder muss ebenfalls mit Menschenkraft hergebracht werden.
In China gibt es also nach wie vor Orte wo man das Gefuehl hat, die Zeit sei stehengeblieben. Der Fortschritt ist aber in den Staedten offensichtlich. Es gibt kaum einen Ort wo nicht gebaut wird. Ueberall werden neue Wohnbloecke errichtet oder riesige Expressways durch quer durch die Landschaft gebaut. Der Vorteil fuer uns Radler ist dabei, dass nun die alte Strasse nur noch wenig Verkehr aufweist und das Radeln somit viel angenehmer ist.
Hier in Dali gibt es eine riesige Altstadt, welche von Unmengen von Touristen besucht wird. Auch wenn die Chinesen diesen Ort fuer den Tourismus hergerichtet haben und jedes Haus entweder ein Souvenirshop oder ein Restaurant ist, gibt es hier viel zu entdecken.
Donnerstag, 15.04.2010
15.04.2010, Kunming (China) 4435km
Gerade am Abend bevor ich eigentlich von Sa Pa alleine losradeln will, treffe ich auf Nick und Katie. Die zwei sind ebenfalls mit dem Rad unterwegs und wollen wie ich nach China. Ihr blogg ist: www.pedaleast.wordpress.com - So entscheiden wir uns zu dritt weiterzuradeln. Ich verlasse also Andy nach ueber 2 Monaten gemeinsamen radeln. Wuensche dir viel Glueck auf deinem Alleingang durch China! Der Grenzuebergang verlaeuft wieder problemlos. Die Grenzer sind aeusserst freundlich und hilfsbereit. Dann gehts also los ins Abenteuer China. Es ist das unbekannte Land, auf das ich eigentlich am meisten gespannt bin. Schon die ersten Tage werde ich positiv ueberrascht. Die Leute sind ueberaus freundlich, aber trotzdem sehr zurueckhaltend. Freude macht uns auch die sehr gute Teerstrasse welche uns das Vorwaertskommen erleichtert.

Noch besser ist, dass die Chinesen vielfach einen gewaltigen Expressway gebaut haben. Das heisst dann, dass die Hauptstrassen auf denen wir uns befinden kaum Verkehr haben. Manchmal ist dieser Expressway sogar direkt ueber die alte Strasse gebaut worden, sodass man trotz Temperaturen von ueber 40-Grad gemuetlich im Schatten radeln kann.

Noch besser wirds dann aber beim Essen. Es schmeckt so wunderbar und ist so fein und spottbillig, dass man eigentlich gar nicht mehr aufhoehren will damit. Zum Glueck duerfen Radler zuschlagen so viel sie wollen.

Natuerlich findet man auch seltsame oder fuer uns Europaer abschreckende Dinge. So sollte man bei gegrillten Spiessli, welche am Ende einen aufgesteckten Schwanz haben nicht zuschlagen, wenn man nicht Schlange essen will. Auch unsere Haustiere, die Hunde werden nicht vor hungrigen Maeulern verschont.

Nichts desto trotz ist China ein wirklich interessantes Land. Es gibt so viel zu entdecken. Schwierig ist es nur, sich mit deren Schriftzeichen auseinanderzusetzen und die richtige Strasse zu finden, zumal die Bevoelkerung so gut wie gar kein Englisch spricht. Obwohl dann die Strasse auf der Weiterfahrt nicht mehr so gut ist wie gerade nach der Grenze erreichen wir schliesslich Yuanyuang. Hier haben die Hani riesige Reisterrassen gebaut, welche nach wie vor genutzt werden.

Auch die Frauen mit ihrer bunten Bekleidung sind mindestens so sehenswert.

Leider aber haben wir nur kurz Zeit fuer eine kleine Besichtigung der Terassen, da meine Radelpartner etwas in Zeitnot sind wegen einer Visaverlaengerung. Und hier in Suedchina im Yunnan ist es recht anstrengend vorwaerts zu kommen, denn es ist enorm huegelig. Passierten wir noch die Grenze auf einer Hoehe von etwa 200m, sind wir hier in Kunming schon fast auf 2000m. Unterwegs erreicht man immer wieder mehr oder weniger groessere Staedte, die einem die Moeglichkeit bieten in Hotels zu uebernachten. Vielfach zahlt man hier fuer ein recht angenehmes Zimmer nicht mehr als 7US-Dollar. Obwohl die Chinesen ueberall am bauen sind und altes neuem weichen muss, sieht man doch immer wieder typisch chinesisches.

In den naechsten 5-6 Tagen moechte ich nun das etwa 400km entfernte Dali erreichen. Ich hoffe dann wieder einen kurzen Eintrag schreiben zu koennen.
Noch besser ist, dass die Chinesen vielfach einen gewaltigen Expressway gebaut haben. Das heisst dann, dass die Hauptstrassen auf denen wir uns befinden kaum Verkehr haben. Manchmal ist dieser Expressway sogar direkt ueber die alte Strasse gebaut worden, sodass man trotz Temperaturen von ueber 40-Grad gemuetlich im Schatten radeln kann.
Noch besser wirds dann aber beim Essen. Es schmeckt so wunderbar und ist so fein und spottbillig, dass man eigentlich gar nicht mehr aufhoehren will damit. Zum Glueck duerfen Radler zuschlagen so viel sie wollen.
Natuerlich findet man auch seltsame oder fuer uns Europaer abschreckende Dinge. So sollte man bei gegrillten Spiessli, welche am Ende einen aufgesteckten Schwanz haben nicht zuschlagen, wenn man nicht Schlange essen will. Auch unsere Haustiere, die Hunde werden nicht vor hungrigen Maeulern verschont.
Nichts desto trotz ist China ein wirklich interessantes Land. Es gibt so viel zu entdecken. Schwierig ist es nur, sich mit deren Schriftzeichen auseinanderzusetzen und die richtige Strasse zu finden, zumal die Bevoelkerung so gut wie gar kein Englisch spricht. Obwohl dann die Strasse auf der Weiterfahrt nicht mehr so gut ist wie gerade nach der Grenze erreichen wir schliesslich Yuanyuang. Hier haben die Hani riesige Reisterrassen gebaut, welche nach wie vor genutzt werden.
Auch die Frauen mit ihrer bunten Bekleidung sind mindestens so sehenswert.
Leider aber haben wir nur kurz Zeit fuer eine kleine Besichtigung der Terassen, da meine Radelpartner etwas in Zeitnot sind wegen einer Visaverlaengerung. Und hier in Suedchina im Yunnan ist es recht anstrengend vorwaerts zu kommen, denn es ist enorm huegelig. Passierten wir noch die Grenze auf einer Hoehe von etwa 200m, sind wir hier in Kunming schon fast auf 2000m. Unterwegs erreicht man immer wieder mehr oder weniger groessere Staedte, die einem die Moeglichkeit bieten in Hotels zu uebernachten. Vielfach zahlt man hier fuer ein recht angenehmes Zimmer nicht mehr als 7US-Dollar. Obwohl die Chinesen ueberall am bauen sind und altes neuem weichen muss, sieht man doch immer wieder typisch chinesisches.
In den naechsten 5-6 Tagen moechte ich nun das etwa 400km entfernte Dali erreichen. Ich hoffe dann wieder einen kurzen Eintrag schreiben zu koennen.
Mittwoch, 07.04.2010
07.04.10, Sa Pa (Vietnam) , 3831km
Von Luang Prabang geht es erst einmal mit einer 3-stuendigen Bootsfahrt weiter, denn die geplante Route, die wir machen wollen, ist naemlich nur mit dem Boot erreichbar. Eigentlich wissen wir auch nicht so genau, ob sie wirklich machbar ist, denn auf vier verschiendenen Karten haben wir diese Strecke nur einmal gefunden. Zudem steht da noch, dass sie nur in der Trockenzeit mit einem 4WD fahrbar waere. Lustig ist es schon, dass wir beim Einsteigen in dieses Schiff die einzigen Touristen sind. Im Boot nebenan hat es sicher deren zwanzig. So werden wir hier einmal mehr von Touristen begafft, als von Einheimischen. Nach der Fahrt auf dem Mekong erreichen wir das Dorf von welchem wir losfahren wollen. Erst einmal werden wir aber gleich zu Tee und Bananen eingeladen. Dann aber ist es an der Zeit, loszuradeln. 5 Radlose Tage sind definitiv genug. Uns wird noch die genaue Route erklaert und gesagt, dass wir einfach immer geradeaus zu fahren haetten. Einfach nie links oder rechts abbiegen. Ist gar nicht so einfach!?!

Wie man sieht wird auch hier immer noch Brandrohdung betrieben. Manchmal kommen wir sogar kaum mehr durch, da es einfach zu viel Rauch hat. Wenn man mit aller Kraft Steigungen von 20% bewaeltigen muss und dabei in dichtem Rauch faehrt, ist das wohl nicht gerade die gesundeste Art Rad zu fahren. So beginnen auch wir bald einmal zu husten und schneuzen, wie es hier alle Einheimischen tun.
Die Piste ist am Anfang eigentlich noch recht angenehm. Nach einigen Kilometern aber beginnen dann die steilen Steigungen. Es ist nicht mehr moeglich, diese mit einem beladenen Fahrrad zu bewaeltigen und so sind wir mehr am stossen denn am treten. Nebst den verbrannten Huegeln fahren wir auch an schoenen Doerfern vorbei, bis wir nach 20km in einem kleinen Weiler bei den Leuten in einer Bambushuette uebernachten. Mit dem Sonnenuntergang geht hier auch das Leben schlafen. Was will man schon machen ohne Elektrizitaet und Benzin. Dafuer beginnt das Leben schon wieder mitten in der Nacht. Um 03.30 Uhr beginnen die Haehne zu kraehen, wenn nicht gerade die Hunde heulen. Kurz nach 4 Uhr stehen auch schon die Frauen auf und machen Feuer und sieben ihren Reis. So sitzen auch wir bei Daemmerung morgens um 06 Uhr schon wieder auf unseren Fahrradsaetteln. Oder besser gesagt, wir stehen neben den Fahrraedern und schieben, denn vor uns liegt ein 400m hoher Huegel, so schmal wie Wanderwege und Steigungen von weit ueber 20%. Die erste Stunde schaffen wir gerade einmal 3km. Vor allem Andy hatte gestern noch gewitzelt, dass er seit seinem Kettenradwechsel nun einen leichteren Gang habe, den er nun gut gebrauchen koenne. Beim Fahrrad stossen nuetzt aber bekanntlich auch ein kleinerer Gang nichts und weniger Gepaeck waere wohl hilfreicher gewesen. Gut haben wir unser Kochzeugs dabei. So muessen wir auch hier draussen nicht auf etwas warmen oder einen Kaffee verzichten.

Auch die Abfahrten sind nicht leicht. Einige Situationen gibt es sogar, wo die Bremsen nicht mehr genug halten und das Fahrrad unweigerlich schneller wird. Trotzdem ist es eigentlich laessig hier zu "radeln"

Unterwegs passieren wir weiterhin immer wieder Doerfer. Aber hier wird einem nicht mehr zugewunken oder "sabai dii" (hello) zugerufen. Wir werden nur noch mit riesengrossen Augen angestarrt. Es wird wohl noch selten ein Tourist hier durchgekommen sein und wenn, dann sicher nicht mit einem beladenen Drahtesel. So machen wir meist den Start und begruessen die Bewohner mit dem "sabai-dii" und nem winkenden laecheln. Dann folgt auch meist eine Antwort darauf und uns wird auch der richtige Weg gezeigt oder sogar etwas zu essen angeboten.

Wenn nur die Sprachbarriere nicht waere, dann wuerde man doch so einiges ueber das Land und die Leute erfahren koennen. So aber bleibt es meist beim "woher und wohin". Irgendwann erreichen wir dann tatsaechlich die breitere Staubpiste und wir wissen nun, dass wir wirklich richtig sind. Wo wir uns aber genau befinden und wie weit es noch bis zur Hauptstrasse ist, wissen wir immer noch nicht. Erst nach einer weiteren Nacht in einem Dorf erreichen wir eine Ortschaft mit einem auf der Karte vermerkten Namen. Die Piste ist aber nicht weniger anstrengend, denn die Steigungen sind schon enorm. So machen wir immer wieder eimal halt und essen ein paar Nuesse oder Guetzlis. Bei einem solchen Halt werden wir dann auch wieder eingeladen, nachdem wir den Zuschauenden Nuesse offeriert haben. Irgendwie begreifen wir aber nicht, was sie uns sagen wollen. Wollen sie uns etwas zu essen anbieten, oder etwas zu rauchen? So gehen wir mit ihnen in die Huette um das festzustellen. Im Kreise wird hier Reisbier getrunken. Also machen wir auch die Runde und trinken mit Bambushalmen aus dem Topf.

Der Staerke des Gebraeus nach zu urteilen ist es aber eher Reiswein denn Reisbier. Je mehr wir in dieses interkulturelle Trinken hineingeraten, je mehr reissen auch die Barrieren und die Verstaendigungsprobleme. Einige lustige Diskussionen und Heiratsantraege spaeter schwingen wir uns wieder auf die Fahrradsaettel. Und ploetzlich pedalt es sich ganz einfach. Auch bergauf stosst es sich irgendwie viel einfacher, obwohl wir kaum vorwaerts zu kommen scheinen. Wir merken schnell, dass das irgendwie nicht viel bringt so und stellen im naechsten Dorf gleich unser Zelt auf dem Fussballplatz auf um schon wenig spaeter in einen tiefen Schlaf zu fallen. Am naechsten Tag erreichen wir dann schliesslich die Teerstrasse. Fuer die knapp 130km benoetigten wir doch ueber 15 Radelstunden. Die letzten 20km nach Oudomxai auf Asphalt scheinen wir richtiggehend zu fliegen. Von hier planen wir einen weiteren Umweg auf so einer Nebenstrasse. Es beginnt aber just sehr stark zu regnen, sodass die Pisten wohl nicht mehr mit Raedern befahrbar gewesen waeren und wir uns somit entscheiden, direkt nach Vietnam zu fahren. Im Grenzbereich sind aber auch hier noch etwa 80km ungeteert. Noch schlimmer aber ist, dass hier auch fast auf der ganzen Strecke Bauarbeiten stattfinden. Somit wird der Untergrund fuer die Fahrraeder ebenfalls kaum noch fahrbar.

Innert Kuerze sind die Schutzbleche voller lehmigem Schlamm und drehen ueberhaupt nicht mehr. Immer wieder muessen wir unsere Raeder vom Schlamm befreien und sogar die Schutzbleche abmontieren, bis wir schliesslich gleich dreckig aussehen wie unser Rad. Als ich irgendwann auch noch die Kette reinigen muss, weil sie einfach kaum mehr dreht stelle ich auch noch eine gebrochene Speiche fest. Nach all meinen Reisen mit Speichenbruechen hatte ich hier schon die Hoffnung, dass es dieses Mal keine geben wuerde. Das war wohl Fehlanzeige! Die kleinen Baeche zu durchqueren waren noch das kleinste Uebel, haette ich nicht einige Tage spaeter anhand meiner miffenden Fleecejacke feststellen muessen, das meine 10-jaehrigen Fahrradtaschen wohl doch nicht mehr 100-%ig wasserdicht sind. Der Taschenboden ist scheinbar zu duenn geworden.

Auch nach der Haelfte wo wir eine Unterkunft finden regnet es in der ganzen Nacht und so machen wir uns aufs Schlimmste gefasst. Eine weitere Schlammfahrt steht uns bevor. Mit diesen bremsenden Raedern muessen wir auch noch einen Pass von knapp 1000 Hoehenmetern bewaeltigen. So sind wir doch sehr froh, dass wir oben angekommen den Laotischen Grenzposten vorfinden und wir ab nun, in Vietnam, wieder eine Teerstrasse vorfinden. Voellig verdreckt finden wir nach weiteren 30km in Dien Bien Phu eine Unterkunft. Als die Besitzerin des Hotels aber unsere Raeder sieht werden wir erst einmal in den Hinterhof beordert um die ganzen Sachen zu reinigen. Sicher 2 Stunden benoetigen wir, bis wir alles wieder einigermassen sauber haben und endlich in unser Zimmer koennen. Leider aber merken wir schon 2 Tage spaeter, dass sich die genaue Reinigung nicht wirklich gelohnt hat, denn die anfaengliche Vietnamesische Teerstrasse verwandelt sich ebenfalls wieder in eine riesige Baustelle. Der Morast ist so tief und schlammig, dass man manchmal das Gefuehl hat, durch ein riesiges Klo wo alle Durchfall haben zu fahren. Inner Kuerze haben unsere Raeder wieder die Farbe braungrau statt schwarz angenommen.

Nebst dem Dreck gibt es hier im Norden auch genuegend Berge, sodass wir meist jeden Tag noch 1000 Hoehenmeter zu bewaeltigen haben. Einmal in so einem Schlammgebiet kriegt doch Andy noch einen Platten. Man kann sich vielleicht vorstellen wie es ist, bei solchen Raedern einen Schlauchwechsel vorzunehmen. So wird eine weitere Reinigung unserer Utensilien noetig.
Nun wird die Strasse naemlich wirklich besser und wir koennen uns wieder auf die huegeligen Fahrten freuen.

Von der Landschaft her sieht auch in Vietnam alles ein wenig abgefackelt aus. Wenigstens sind die farbenfrohen Kleider und die Doerfer jeweils etwas Abechslung fuer die Augen. Auf Fotos von den Einheimischen verzichte ich aber bewusst. Die haben das auch nicht so gerne.

Dafuer braucht es aber auch viel Energie. So ist das obligatorische Fruehstuck das aus einer Nudelsuppe besteht meist nur der Anfang. Aus den Zeiten als die Franzosen naemlich hier waren, kennen die Asiaten auch das Baguette. Irgendwo findet man dann auch immer etwas Brot. Hier hatten wir wirklich Glueck, denn die Baguettes wurden heiss gemacht und mit suesser Kondensmilch gefuellt. Laeck hatten die einen Suchtfaktor!!!

Vorbei an den Doefern von vielen Bergvoelkern erreichen wir nach einer Etappe mit 2000 Hoehenmetern und einem weiteren Heiratsantrag von der jungen H'mong am Grillstand schliesslich Sa Pa.

Dieser Ort ist nicht zu vergleichen mit dem, was wir in den letzten Tagen gesehen haben. Hotel reiht sich hier an Hotel und Restaurant. Es ist das Touristenzentrum fuer Ausfluege zu den Bergvoelkern, mehrheitlich H'mong. Wir aber relaxen hier erst einmal. Ich kriege auch gleich meinen ersten Durchfall. Wie immer holt man sich den Durchfall nicht unterwegs, sondern dort wo es viele Touristen und scheinbar gute Restaurants hat. Das passiert mir doch jedes Mal. In den einfachen Restaurants unterwegs sieht es zwar manchmal nicht so hygienisch aus, aber irgendwie schaffen es die trotzdem alles richtig zu kochen.

Andy liegt nun sogar den ganzen Tag im Bett. Es scheint ihn um einiges schwerer erwischt zu haben.
Nun werden wir hier in Sa Pa wohl gegen 3 Tage bleiben, ehe es dann weitergeht. Ich werde nun alleine nach China radeln, waehrend sich Andy noch nicht so schluessig ist. Zeit habe ich zwar ebenfalls noch genug und so werde ich wohl in China etwas mehr Umwege einplanen koennen. Meine Reise plante ich mit gut 6000km. Jetzt nach Halbzeit habe ich ja schon 3800km. Da bleibt also noch etwas vorig fuer Zusatzstrecken.
Wie man sieht wird auch hier immer noch Brandrohdung betrieben. Manchmal kommen wir sogar kaum mehr durch, da es einfach zu viel Rauch hat. Wenn man mit aller Kraft Steigungen von 20% bewaeltigen muss und dabei in dichtem Rauch faehrt, ist das wohl nicht gerade die gesundeste Art Rad zu fahren. So beginnen auch wir bald einmal zu husten und schneuzen, wie es hier alle Einheimischen tun.
Die Piste ist am Anfang eigentlich noch recht angenehm. Nach einigen Kilometern aber beginnen dann die steilen Steigungen. Es ist nicht mehr moeglich, diese mit einem beladenen Fahrrad zu bewaeltigen und so sind wir mehr am stossen denn am treten. Nebst den verbrannten Huegeln fahren wir auch an schoenen Doerfern vorbei, bis wir nach 20km in einem kleinen Weiler bei den Leuten in einer Bambushuette uebernachten. Mit dem Sonnenuntergang geht hier auch das Leben schlafen. Was will man schon machen ohne Elektrizitaet und Benzin. Dafuer beginnt das Leben schon wieder mitten in der Nacht. Um 03.30 Uhr beginnen die Haehne zu kraehen, wenn nicht gerade die Hunde heulen. Kurz nach 4 Uhr stehen auch schon die Frauen auf und machen Feuer und sieben ihren Reis. So sitzen auch wir bei Daemmerung morgens um 06 Uhr schon wieder auf unseren Fahrradsaetteln. Oder besser gesagt, wir stehen neben den Fahrraedern und schieben, denn vor uns liegt ein 400m hoher Huegel, so schmal wie Wanderwege und Steigungen von weit ueber 20%. Die erste Stunde schaffen wir gerade einmal 3km. Vor allem Andy hatte gestern noch gewitzelt, dass er seit seinem Kettenradwechsel nun einen leichteren Gang habe, den er nun gut gebrauchen koenne. Beim Fahrrad stossen nuetzt aber bekanntlich auch ein kleinerer Gang nichts und weniger Gepaeck waere wohl hilfreicher gewesen. Gut haben wir unser Kochzeugs dabei. So muessen wir auch hier draussen nicht auf etwas warmen oder einen Kaffee verzichten.
Auch die Abfahrten sind nicht leicht. Einige Situationen gibt es sogar, wo die Bremsen nicht mehr genug halten und das Fahrrad unweigerlich schneller wird. Trotzdem ist es eigentlich laessig hier zu "radeln"
Unterwegs passieren wir weiterhin immer wieder Doerfer. Aber hier wird einem nicht mehr zugewunken oder "sabai dii" (hello) zugerufen. Wir werden nur noch mit riesengrossen Augen angestarrt. Es wird wohl noch selten ein Tourist hier durchgekommen sein und wenn, dann sicher nicht mit einem beladenen Drahtesel. So machen wir meist den Start und begruessen die Bewohner mit dem "sabai-dii" und nem winkenden laecheln. Dann folgt auch meist eine Antwort darauf und uns wird auch der richtige Weg gezeigt oder sogar etwas zu essen angeboten.
Wenn nur die Sprachbarriere nicht waere, dann wuerde man doch so einiges ueber das Land und die Leute erfahren koennen. So aber bleibt es meist beim "woher und wohin". Irgendwann erreichen wir dann tatsaechlich die breitere Staubpiste und wir wissen nun, dass wir wirklich richtig sind. Wo wir uns aber genau befinden und wie weit es noch bis zur Hauptstrasse ist, wissen wir immer noch nicht. Erst nach einer weiteren Nacht in einem Dorf erreichen wir eine Ortschaft mit einem auf der Karte vermerkten Namen. Die Piste ist aber nicht weniger anstrengend, denn die Steigungen sind schon enorm. So machen wir immer wieder eimal halt und essen ein paar Nuesse oder Guetzlis. Bei einem solchen Halt werden wir dann auch wieder eingeladen, nachdem wir den Zuschauenden Nuesse offeriert haben. Irgendwie begreifen wir aber nicht, was sie uns sagen wollen. Wollen sie uns etwas zu essen anbieten, oder etwas zu rauchen? So gehen wir mit ihnen in die Huette um das festzustellen. Im Kreise wird hier Reisbier getrunken. Also machen wir auch die Runde und trinken mit Bambushalmen aus dem Topf.
Der Staerke des Gebraeus nach zu urteilen ist es aber eher Reiswein denn Reisbier. Je mehr wir in dieses interkulturelle Trinken hineingeraten, je mehr reissen auch die Barrieren und die Verstaendigungsprobleme. Einige lustige Diskussionen und Heiratsantraege spaeter schwingen wir uns wieder auf die Fahrradsaettel. Und ploetzlich pedalt es sich ganz einfach. Auch bergauf stosst es sich irgendwie viel einfacher, obwohl wir kaum vorwaerts zu kommen scheinen. Wir merken schnell, dass das irgendwie nicht viel bringt so und stellen im naechsten Dorf gleich unser Zelt auf dem Fussballplatz auf um schon wenig spaeter in einen tiefen Schlaf zu fallen. Am naechsten Tag erreichen wir dann schliesslich die Teerstrasse. Fuer die knapp 130km benoetigten wir doch ueber 15 Radelstunden. Die letzten 20km nach Oudomxai auf Asphalt scheinen wir richtiggehend zu fliegen. Von hier planen wir einen weiteren Umweg auf so einer Nebenstrasse. Es beginnt aber just sehr stark zu regnen, sodass die Pisten wohl nicht mehr mit Raedern befahrbar gewesen waeren und wir uns somit entscheiden, direkt nach Vietnam zu fahren. Im Grenzbereich sind aber auch hier noch etwa 80km ungeteert. Noch schlimmer aber ist, dass hier auch fast auf der ganzen Strecke Bauarbeiten stattfinden. Somit wird der Untergrund fuer die Fahrraeder ebenfalls kaum noch fahrbar.
Innert Kuerze sind die Schutzbleche voller lehmigem Schlamm und drehen ueberhaupt nicht mehr. Immer wieder muessen wir unsere Raeder vom Schlamm befreien und sogar die Schutzbleche abmontieren, bis wir schliesslich gleich dreckig aussehen wie unser Rad. Als ich irgendwann auch noch die Kette reinigen muss, weil sie einfach kaum mehr dreht stelle ich auch noch eine gebrochene Speiche fest. Nach all meinen Reisen mit Speichenbruechen hatte ich hier schon die Hoffnung, dass es dieses Mal keine geben wuerde. Das war wohl Fehlanzeige! Die kleinen Baeche zu durchqueren waren noch das kleinste Uebel, haette ich nicht einige Tage spaeter anhand meiner miffenden Fleecejacke feststellen muessen, das meine 10-jaehrigen Fahrradtaschen wohl doch nicht mehr 100-%ig wasserdicht sind. Der Taschenboden ist scheinbar zu duenn geworden.

Auch nach der Haelfte wo wir eine Unterkunft finden regnet es in der ganzen Nacht und so machen wir uns aufs Schlimmste gefasst. Eine weitere Schlammfahrt steht uns bevor. Mit diesen bremsenden Raedern muessen wir auch noch einen Pass von knapp 1000 Hoehenmetern bewaeltigen. So sind wir doch sehr froh, dass wir oben angekommen den Laotischen Grenzposten vorfinden und wir ab nun, in Vietnam, wieder eine Teerstrasse vorfinden. Voellig verdreckt finden wir nach weiteren 30km in Dien Bien Phu eine Unterkunft. Als die Besitzerin des Hotels aber unsere Raeder sieht werden wir erst einmal in den Hinterhof beordert um die ganzen Sachen zu reinigen. Sicher 2 Stunden benoetigen wir, bis wir alles wieder einigermassen sauber haben und endlich in unser Zimmer koennen. Leider aber merken wir schon 2 Tage spaeter, dass sich die genaue Reinigung nicht wirklich gelohnt hat, denn die anfaengliche Vietnamesische Teerstrasse verwandelt sich ebenfalls wieder in eine riesige Baustelle. Der Morast ist so tief und schlammig, dass man manchmal das Gefuehl hat, durch ein riesiges Klo wo alle Durchfall haben zu fahren. Inner Kuerze haben unsere Raeder wieder die Farbe braungrau statt schwarz angenommen.
Nebst dem Dreck gibt es hier im Norden auch genuegend Berge, sodass wir meist jeden Tag noch 1000 Hoehenmeter zu bewaeltigen haben. Einmal in so einem Schlammgebiet kriegt doch Andy noch einen Platten. Man kann sich vielleicht vorstellen wie es ist, bei solchen Raedern einen Schlauchwechsel vorzunehmen. So wird eine weitere Reinigung unserer Utensilien noetig.
Nun wird die Strasse naemlich wirklich besser und wir koennen uns wieder auf die huegeligen Fahrten freuen.
Von der Landschaft her sieht auch in Vietnam alles ein wenig abgefackelt aus. Wenigstens sind die farbenfrohen Kleider und die Doerfer jeweils etwas Abechslung fuer die Augen. Auf Fotos von den Einheimischen verzichte ich aber bewusst. Die haben das auch nicht so gerne.
Dafuer braucht es aber auch viel Energie. So ist das obligatorische Fruehstuck das aus einer Nudelsuppe besteht meist nur der Anfang. Aus den Zeiten als die Franzosen naemlich hier waren, kennen die Asiaten auch das Baguette. Irgendwo findet man dann auch immer etwas Brot. Hier hatten wir wirklich Glueck, denn die Baguettes wurden heiss gemacht und mit suesser Kondensmilch gefuellt. Laeck hatten die einen Suchtfaktor!!!
Vorbei an den Doefern von vielen Bergvoelkern erreichen wir nach einer Etappe mit 2000 Hoehenmetern und einem weiteren Heiratsantrag von der jungen H'mong am Grillstand schliesslich Sa Pa.
Dieser Ort ist nicht zu vergleichen mit dem, was wir in den letzten Tagen gesehen haben. Hotel reiht sich hier an Hotel und Restaurant. Es ist das Touristenzentrum fuer Ausfluege zu den Bergvoelkern, mehrheitlich H'mong. Wir aber relaxen hier erst einmal. Ich kriege auch gleich meinen ersten Durchfall. Wie immer holt man sich den Durchfall nicht unterwegs, sondern dort wo es viele Touristen und scheinbar gute Restaurants hat. Das passiert mir doch jedes Mal. In den einfachen Restaurants unterwegs sieht es zwar manchmal nicht so hygienisch aus, aber irgendwie schaffen es die trotzdem alles richtig zu kochen.
Andy liegt nun sogar den ganzen Tag im Bett. Es scheint ihn um einiges schwerer erwischt zu haben.
Nun werden wir hier in Sa Pa wohl gegen 3 Tage bleiben, ehe es dann weitergeht. Ich werde nun alleine nach China radeln, waehrend sich Andy noch nicht so schluessig ist. Zeit habe ich zwar ebenfalls noch genug und so werde ich wohl in China etwas mehr Umwege einplanen koennen. Meine Reise plante ich mit gut 6000km. Jetzt nach Halbzeit habe ich ja schon 3800km. Da bleibt also noch etwas vorig fuer Zusatzstrecken.
Samstag, 20.03.2010
20.03.10, Luang Prabang (Laos), 3058km
Sabai-diiiiii!!! So toent es von ueberall her, wenn man durch die laotischen Doerfer faehrt. Das "hallo" auf laotisch hat was freundliches an sich. Auf dem Weg nach Luang Prabang trifft man doch ab und zu auf ein paar Radfahrer und so bleibt es hier nicht nur beim "hallo" und winken, sondern es wird gleich mit den Kindern beim vorbeifahren abgeklatscht.

Die ersten Tage sind noch recht angenehm und flach zu fahren, wuerden wir nicht versuchen auf Nebenstrassen vorwaertszukommen. Entgegen der Karte fahren wir am ersten Radlertag hier in Laos naemlich direkt in eine Sackgasse hinein. Die 20km Umweg waeren eigentlich nicht das Problem, aber die Steigungen auf dieser Strasse von sicher ueber 20% macht den Beinen kraeftig zu schaffen. Die Laoten verstehen es, Strassen zu bauen, welche vom tiefsten zum hoechsten Punkt den kuerzesten Weg nehmen. Kurven scheinen da nicht noetig zu sein. So war ein radeln ueber 5km/h zum Teil kaum mehr moeglich! In der naechsten groesseren Ortschaft in Vang Vieng traue ich dann meinen Augen nicht. Hier hat es Touristen wie Sand am Meer. Es wird gesoffen, Drogen konsumiert und man benimmt sich aeusserst schlecht. Die meist jungen Traveller marschieren ohne Shirt umher und die Frauen vielfach nur mit Bikini. Das gehoert sich eigentlich nicht in einem solchen Land. Dass es uebrigens so viele Touristen hat, verdankt die Ortschaft den umliegenden Karstbergen mit ihren Hoehlen und der Moeglichkeit diverse Outdooraktivitaeten zu unternehmen. Schoen ist die Gegend wirklich und wenn man dann auch noch einen Bungalow etwas neben dem Touristenkuchen findet, kann es auch sehr gemuetlich werden.

Um zu diesen Huetten zu kommen, ist aber noch ein kurzer Balanceakt von noeten. Das Wasser, welches unter dem Steg hindurchfliesst waere im Falle eines Fahrfehlers sicher erfrischend gewesen.

Vieleicht ueberrascht auf dem Bild mit dem Bungalows etwas die schlechte Sicht. Das Problem ist hier in den Monaten Maerz und April die Brandrohdung, welche die Bergvoelker betreiben. Ich kann es zwar kaum glauben, dass deswegen die Sicht dermassen schlecht wird, merke es dann aber schnell einen Tag spaeter, als wir in die Berge fahren. Es sieht aus wie nach einem Krieg, wenn ganze Berge kahl und schwarz sind. Obwohl wir nie direkt durch Rauchschwaden fahren, riechen die Kleider schon bald recht stark danach.

Unterwegs gelangen wir immer wieder in die Doerfer der Bergvoelker. Diese leben meist in schoenen Doerfern mit Bambushuetten. Auch hier scheint der Wasserbueffel weiterhin eine grosse Bedeutung bei der Hilfe der taeglichen Arbeit zu haben. Zur Zeit sehen wir sie aber meistens nur, wenn sie gerade ein genuessliches Schlammbad nehmen.

Auch wir haben Glueck mit dem Baden und finden nach einem anstrengenden Tag unerwartet eine Unterkunft neben einem kleinen Bach. Dieser wird von einer heissen Quelle gespiessen und so macht sogar das Waesche waschen im geheizten Bach Spass.

Dieser Ort ist ein richtiger Geheimtipp fuer Radfahrer geworden, die ihren mueden Muskeln ein angenehmes Bad goennen wollen. Die Touristenbusse fahren hier gluecklicherweise alle vorbei. Nach zwei weiteren happigen Tagesetappen (eine davon mit 2000 Hoehenmetern)erreichen wir schliesslich Luang Prabang. Hier bleiben wir nun bis am Mittwoch, da Andy sich nun doch entschieden hat der nahenden Regenzeit in Suedostasien etwas zu entfliehen und dafuer nach China zu reisen. Wir muessen nun diese Tage warten, bis er das Visum bekommt. Danach wollen wir weiter in den Norden von Laos und rueber nach Nordvietnam.

Die ersten Tage sind noch recht angenehm und flach zu fahren, wuerden wir nicht versuchen auf Nebenstrassen vorwaertszukommen. Entgegen der Karte fahren wir am ersten Radlertag hier in Laos naemlich direkt in eine Sackgasse hinein. Die 20km Umweg waeren eigentlich nicht das Problem, aber die Steigungen auf dieser Strasse von sicher ueber 20% macht den Beinen kraeftig zu schaffen. Die Laoten verstehen es, Strassen zu bauen, welche vom tiefsten zum hoechsten Punkt den kuerzesten Weg nehmen. Kurven scheinen da nicht noetig zu sein. So war ein radeln ueber 5km/h zum Teil kaum mehr moeglich! In der naechsten groesseren Ortschaft in Vang Vieng traue ich dann meinen Augen nicht. Hier hat es Touristen wie Sand am Meer. Es wird gesoffen, Drogen konsumiert und man benimmt sich aeusserst schlecht. Die meist jungen Traveller marschieren ohne Shirt umher und die Frauen vielfach nur mit Bikini. Das gehoert sich eigentlich nicht in einem solchen Land. Dass es uebrigens so viele Touristen hat, verdankt die Ortschaft den umliegenden Karstbergen mit ihren Hoehlen und der Moeglichkeit diverse Outdooraktivitaeten zu unternehmen. Schoen ist die Gegend wirklich und wenn man dann auch noch einen Bungalow etwas neben dem Touristenkuchen findet, kann es auch sehr gemuetlich werden.
Um zu diesen Huetten zu kommen, ist aber noch ein kurzer Balanceakt von noeten. Das Wasser, welches unter dem Steg hindurchfliesst waere im Falle eines Fahrfehlers sicher erfrischend gewesen.
Vieleicht ueberrascht auf dem Bild mit dem Bungalows etwas die schlechte Sicht. Das Problem ist hier in den Monaten Maerz und April die Brandrohdung, welche die Bergvoelker betreiben. Ich kann es zwar kaum glauben, dass deswegen die Sicht dermassen schlecht wird, merke es dann aber schnell einen Tag spaeter, als wir in die Berge fahren. Es sieht aus wie nach einem Krieg, wenn ganze Berge kahl und schwarz sind. Obwohl wir nie direkt durch Rauchschwaden fahren, riechen die Kleider schon bald recht stark danach.
Unterwegs gelangen wir immer wieder in die Doerfer der Bergvoelker. Diese leben meist in schoenen Doerfern mit Bambushuetten. Auch hier scheint der Wasserbueffel weiterhin eine grosse Bedeutung bei der Hilfe der taeglichen Arbeit zu haben. Zur Zeit sehen wir sie aber meistens nur, wenn sie gerade ein genuessliches Schlammbad nehmen.
Auch wir haben Glueck mit dem Baden und finden nach einem anstrengenden Tag unerwartet eine Unterkunft neben einem kleinen Bach. Dieser wird von einer heissen Quelle gespiessen und so macht sogar das Waesche waschen im geheizten Bach Spass.

Dieser Ort ist ein richtiger Geheimtipp fuer Radfahrer geworden, die ihren mueden Muskeln ein angenehmes Bad goennen wollen. Die Touristenbusse fahren hier gluecklicherweise alle vorbei. Nach zwei weiteren happigen Tagesetappen (eine davon mit 2000 Hoehenmetern)erreichen wir schliesslich Luang Prabang. Hier bleiben wir nun bis am Mittwoch, da Andy sich nun doch entschieden hat der nahenden Regenzeit in Suedostasien etwas zu entfliehen und dafuer nach China zu reisen. Wir muessen nun diese Tage warten, bis er das Visum bekommt. Danach wollen wir weiter in den Norden von Laos und rueber nach Nordvietnam.
Freitag, 12.03.2010
12.03.10, Vientiane (Laos), 2555km
Der Fluss Mekong ist hier im Norden Thailands waehrend der Trockenzeit nicht so riesig, wie ich mir das vorgestellt habe. Auch Schiffsverkehr hat es so gut wie keinen. Vielleicht sieht man mal ein Fischerboot oder eine Faehre, aber das wars dann auch schon. Alles in allem habe ich irgendwie mehr Leben an diesem Fluss erwartet.

Dank gutem Wind kommen wir auch ziemlich schnell voran. Etappen von 100km sind so trotz fast 40-Grad Celsius kein Problem. Auch landschaftlich ist es hier weiterhin nicht sehr spektakulaer, denn meist fahre ich an braunen Feldern vorbei, die nur so darauf warten, bis endlich wieder die Regenzeit einzug haelt.

Nur selten entdecke ich einige gruene Landstriche wo gerade Reis angebaut wird. Das ist dann wie eine Wohltat fuer die Augen.

Auf einem kurzen Abstecher besuchen wir eine ganz besondere Tempelanlage. Den Wat Phu Tok. Fuer den Bau des Holzweges benoetigten die Moenche damals geschlagene 5 Jahre. Der Grund ist offensichtlich, wenn man den Berg sieht, an dem der Weg entlang fuehrt.

Fuer nicht Schwindelfreie wie mich, braucht es ab und zu ein bisschen Ueberwindung um gewisse Abschnitte meistern zu koennen.

Irgendwie ist es schon wahnsinnig, wie weit man mit dem Fahrrad auch in so kurzer Zeit kommt. Obwohl ich nur kleine Teile der Laender sehe, gelangt man immer wieder an die naechste Grenze. An solchen Grenzuebergaengen sind viele Reisende auf Transporte in die naechste Ortschaft angewiesen. Die Moped, Taxi- und Tuk Tukfahrer versuchen dabei moeglichst gut zahlende Kunden zu erwischen. Das ganze feilschen um einen guten Preis sowie das abwimmeln der Chauffeure ist aber fuer Radfahrer ganz einfach. Es braucht nur einen Satz: "I have a bycicle". Obwohl dann einige noch meinen, dass man das Fahrrad ja aufs Tuk Tuk laden koennte.

Nun bin ich also wieder in Laos, in der Hauptstadt von Vientiane. Auch diese Stadt geizt wie alle Suedostasiatisch Laender nicht mit Tempeln. Man koennte in solchen Orten locker eine Woche verbringen um alle Tempel zu besichtigen. Fuer einen Laien wie mich sehen aber alle mehr oder weniger gleich aus.

Nach einem Temperatursturz von fast 20 Grad wird es langsam wieder waermer und somit Zeit, dass ich weiter in den Norden in die Berge komme. Ich hoffe, dass sich die Landschaft nun etwas aendern wird.
Dank gutem Wind kommen wir auch ziemlich schnell voran. Etappen von 100km sind so trotz fast 40-Grad Celsius kein Problem. Auch landschaftlich ist es hier weiterhin nicht sehr spektakulaer, denn meist fahre ich an braunen Feldern vorbei, die nur so darauf warten, bis endlich wieder die Regenzeit einzug haelt.
Nur selten entdecke ich einige gruene Landstriche wo gerade Reis angebaut wird. Das ist dann wie eine Wohltat fuer die Augen.
Auf einem kurzen Abstecher besuchen wir eine ganz besondere Tempelanlage. Den Wat Phu Tok. Fuer den Bau des Holzweges benoetigten die Moenche damals geschlagene 5 Jahre. Der Grund ist offensichtlich, wenn man den Berg sieht, an dem der Weg entlang fuehrt.
Fuer nicht Schwindelfreie wie mich, braucht es ab und zu ein bisschen Ueberwindung um gewisse Abschnitte meistern zu koennen.

Irgendwie ist es schon wahnsinnig, wie weit man mit dem Fahrrad auch in so kurzer Zeit kommt. Obwohl ich nur kleine Teile der Laender sehe, gelangt man immer wieder an die naechste Grenze. An solchen Grenzuebergaengen sind viele Reisende auf Transporte in die naechste Ortschaft angewiesen. Die Moped, Taxi- und Tuk Tukfahrer versuchen dabei moeglichst gut zahlende Kunden zu erwischen. Das ganze feilschen um einen guten Preis sowie das abwimmeln der Chauffeure ist aber fuer Radfahrer ganz einfach. Es braucht nur einen Satz: "I have a bycicle". Obwohl dann einige noch meinen, dass man das Fahrrad ja aufs Tuk Tuk laden koennte.
Nun bin ich also wieder in Laos, in der Hauptstadt von Vientiane. Auch diese Stadt geizt wie alle Suedostasiatisch Laender nicht mit Tempeln. Man koennte in solchen Orten locker eine Woche verbringen um alle Tempel zu besichtigen. Fuer einen Laien wie mich sehen aber alle mehr oder weniger gleich aus.
Nach einem Temperatursturz von fast 20 Grad wird es langsam wieder waermer und somit Zeit, dass ich weiter in den Norden in die Berge komme. Ich hoffe, dass sich die Landschaft nun etwas aendern wird.
Freitag, 05.03.2010
05.03.10, Mukdahan (Thailand) 2001km
Schon einige Tage ists her, seit ich wieder mal Zeit und auch ein vernuenftiges Internet zur Verfuegung habe. In dieser Zeit bin ich von Vietnam nach Laos gekommen, hab dieses durchquert und nun bin ich schon wieder in Thailand. Sehr viel zu erzaehlen gibt es aber trotzdem nicht. Die Landschaften hier in Suedostasien aendern sich selten. Jetzt in der Trockenzeit ist meist alles verdorrt oder verbrannt.
Von Vietnam geht es also ueber die Grenze nach Laos. Ein letztes mal geniessen wir so den genialen Vietnamesischen Eiskaffee

Wir kommen zwar nicht so schnell vorwaerts wie die Schweinetransporte hier, aber doch schon etwas zuegiger als zu Beginn der Reise. Die Beine scheinen sich langsam ans radeln zu gewoehnen.

Der relativ neue und kleine Grenzuebergang fuehrt mich in Laos direkt in den Dschungel. Die tropische Hitze und die huegelige Strecke mit Steigungen weit ueber 10% verlangen dem Koerper alles ab. Wenigstens gibt es hier viele Baeche an denen man den Wasservorrat wieder aufstocken kann.

Wenn es dann nicht in die naechste Stadt mit einer Unterkunft reicht, findet sich hier aber immer irgendwo ein Platz zum uebernachten. Dieses Mal dient ein altes Holzhaus als Unterkunft. Maetteli auslegen, Moskitonetz darueberspannen und schon ist das Bett bezugsbereit.

Mit den Geraeuschen des Waldes sinkt man dann schnell in einen angenehmen tiefen Schlaf. Ein Abstecher bringt uns dann auf etwa 1200m Hoehe. Das sind die ersten richtigen Berge seit meiner Abreise in Bangkok. Oben auf dem Plateau angekommen wird ueberall Kaffee angebaut. Bester Kaffee, als Eiskaffe, schwarz oder mit Kondensmilch wird uns da serviert. Ein richtiges Paradies fuer Kaffeeliebhaber und fuer muede Radfahrer immer wieder ein Grund eine zusaetzliche Pause zu nehmen. Wir muessen also auch in Laos nicht auf unsere Kaffeepausen verzichten.
Die Bohnen werden ueberall an der Sonne getrocknet. Man koennte meinen Smarties kaemen von hier.

Von diesem Plateau stuerzen auch Wasserfaelle in die Tiefe, die aus einem Bilderbuch entstammen koennten.

Schon einen Tag spaeter gelangen wir aber wieder an den Mekong und somit nach nur 5 Tagen in Laos an die Grenze nach Thailand. Hier fahren wir nun dem Mekong entlang in Richtung Norden. Dies wid auch langsam Zeit, denn es wird immer heisser. Im Norden von Laos warten dann aber Berge und etwas Abkuehlung.
Von Vietnam geht es also ueber die Grenze nach Laos. Ein letztes mal geniessen wir so den genialen Vietnamesischen Eiskaffee
Wir kommen zwar nicht so schnell vorwaerts wie die Schweinetransporte hier, aber doch schon etwas zuegiger als zu Beginn der Reise. Die Beine scheinen sich langsam ans radeln zu gewoehnen.

Der relativ neue und kleine Grenzuebergang fuehrt mich in Laos direkt in den Dschungel. Die tropische Hitze und die huegelige Strecke mit Steigungen weit ueber 10% verlangen dem Koerper alles ab. Wenigstens gibt es hier viele Baeche an denen man den Wasservorrat wieder aufstocken kann.

Wenn es dann nicht in die naechste Stadt mit einer Unterkunft reicht, findet sich hier aber immer irgendwo ein Platz zum uebernachten. Dieses Mal dient ein altes Holzhaus als Unterkunft. Maetteli auslegen, Moskitonetz darueberspannen und schon ist das Bett bezugsbereit.
Mit den Geraeuschen des Waldes sinkt man dann schnell in einen angenehmen tiefen Schlaf. Ein Abstecher bringt uns dann auf etwa 1200m Hoehe. Das sind die ersten richtigen Berge seit meiner Abreise in Bangkok. Oben auf dem Plateau angekommen wird ueberall Kaffee angebaut. Bester Kaffee, als Eiskaffe, schwarz oder mit Kondensmilch wird uns da serviert. Ein richtiges Paradies fuer Kaffeeliebhaber und fuer muede Radfahrer immer wieder ein Grund eine zusaetzliche Pause zu nehmen. Wir muessen also auch in Laos nicht auf unsere Kaffeepausen verzichten.
Die Bohnen werden ueberall an der Sonne getrocknet. Man koennte meinen Smarties kaemen von hier.
Von diesem Plateau stuerzen auch Wasserfaelle in die Tiefe, die aus einem Bilderbuch entstammen koennten.
Schon einen Tag spaeter gelangen wir aber wieder an den Mekong und somit nach nur 5 Tagen in Laos an die Grenze nach Thailand. Hier fahren wir nun dem Mekong entlang in Richtung Norden. Dies wid auch langsam Zeit, denn es wird immer heisser. Im Norden von Laos warten dann aber Berge und etwas Abkuehlung.
Mittwoch, 24.02.2010
24.02.10, Kon Tum (Vietnam) 1295km
Die ersten 100km von Stung Treng nach Nordosten verlaufen wie am Schnuerchen. Die Strasse ist in gutem Zustand, der Wind stimmt und es hat kaum Verkehr. Der naechste Tag aber ist das pure Gegenteil. Ich merke schnell, dass die 100km nach Banlung nicht an einem Tag machbar sind. Die Piste die uns zum Teil durch den Dschungel fuehrt, ist einfach zu sandig.

Vielfach sind die Raeder zu schwer um noch im tiefen Sand fahren zu koennen. So muessen wir das Fahrrad so einige Teilabschnitte ueber den Sand schieben. Nicht einmal mehr 8km schaffen wir in der Stunde. Die wenigen Flussueberquerungen kommen uns da zur Erfrischung gerade entgegen.

Da wir kaum auf ein Dorf stossen und die eigentlich sowieso nichts zu essen anbieten, muessen wir uns unsere Nudeln ebenfalls selber kochen. Glueck haben wir, dass kurz vor uns wohl ebenfalls jemand Hunger hatte und schon mal ein Feuerchen machte. So koennen wir unseren Kocher getrost in der Fahrradtasche lassen.

Endlich in Banlung angekommen ist es dann auch nicht mehr weit nach Vietnam. 70km perfekte neue Teerstrasse sind wirklich ein Klacks. Die Zollformalitaeten sind ebenfalls schnell abgewickelt. Ausser vielleicht noch, dass wir bei der Einreise nach Vietnam unser ganzes Gepaeck abladen muessen, damit sie es durch die Roentgenmaschine lassen koennen. Danach duerfen wir aber auch sogleich losradeln. Somit fahre ich nun doch schon durch mein 30.stes Land mit dem Reiserad. Am naechsten Morgen entscheiden wir uns, nicht auf der Hauptroute weiterzuradeln. Da hat es einfach zuviel Verkehr und man sieht viel weniger vom Land. Mit dieser Entscheidung fahren wir aber direkt in ein Schlamassel rein. Die Strasse, die uns nach Norden bringen soll, ist schwierig zu finden und die Leute verstehen uns irgendwie falsch, womit wir doch einige Kilometer von unserer geplanten Route abkommen. Das alles waere ja ueberhaupt kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt wo wir uns in einem Cafe unseren 10 Uhr-Eiskaffee goennen. Hier naemlich kommt die Polizei herein und beginnt unsere Paesse zu kontrollieren und herumzutelefonieren. Nach einer knappen Stunde werden wir gebeten auf die Polizeistation mitzukommen. Als Vermittler wurde kurzerhand der Englischlehrer der Ortschaft geholt und so erfahren wir, dass wir hier nicht sein duerften, und die Leute hier nun das erste Mal Auslaender gesehen haetten. Das erklaert natuerlich auch, warum wir von denen mit ihren Natels dutzende Male fotografiert wurden. Wir dachten eigentlich wir seien hier die fotografierenden Touristen!!! So werden wir also weitere 3 Stunden auf der Polizeistation festgehalten. Dann kommt ein Jeep, der uns und unsere Raeder verlaedt und uns in die 40km entfernte Stadt Pleiku bringt. Hier werden wir gleich dem Buero fuer Immigration vorgefuehrt. Langsam aber sicher erfahren wir, dass wir in einem Gebiet waren, welches nur mit Bewilligung besucht werden darf und wir somit eine Straftat begangen haben. Es findet ein richtiges Verhoer statt. Immer wieder muessen wir die gleichen Fragen beantworten, warum wir diese Strecke nahmen, warum wir uns keinen Reiseleiter genommen haben, wieso wir nicht eine Tour gebucht haben, und, und, und... Uns wird nochmals klar gemacht, dass wir mit dem Besuch dieser Region eine Straftat begangen haben. Auch werden wir dazu gedraengt ein Formular, welches auf Vietnamesisch geschrieben wurde zu unterschreiben. Wir unterschreiben schlussendlich auch, aber nur mit dem Vermerk, dass wir nicht wissen, was auf dem Formular steht. Nun, draussen dunkelt es schon langsam, wissen wir endlich, was der wahre Grund unserer Festnahme ist. Man versichert uns, dass wir dafuer aber nicht ins Gefaengnis muessen. Nach etwa 10 Stunden Polizeigewahrsam und Verhoeren werden wir schliesslich mit einer Busse von je 60 US-Dollar entlassen. Man bringt uns noch zum Hotel und blaeut uns ein, morgen frueh die Stadt verlassen zu muessen. Sie wollen uns hier wohl nicht mehr sehen. Somit bin ich nun in Vietnam straffaellig geworden. Man koennte sagen, wer sich verirrt und die Gesetze und Sperrzonen nicht kennt den schuetzt das vor Strafe noch lange nicht. Mal schauen, was die Behoerde fuer Tourismus dazu sagt, wenn wir der unsere Problemchen schildern... Trotz diesem Ereignis will ich deswegen nicht auf Vietnam verzichten. Wie in vielen Laendern muss man einfach die Politik/Justiz vom wirklichen Leben im Land trennen. Die freundlichen und hilfsbereiten Menschen koennen ja auch nichts dafuer, dass der Staatsapparat noch so kompliziert arbeitet.
Da wir nun also in eine Stadt gebracht wurden und hier weder links noch rechts von der Strasse weg duerfen bleibt uns nicht mehr viel anderes uebrig als auf der Hauptstrasse weiterzufahren. Waren auf meiner frueheren Vietnamreise noch sehr viele Fahrraeder zu sehen, sind diese nun hauptsaechlich von den Motos verdraengt worden.

Schlimmer aber sind die LKW's und Busse, die einem manchmal fast das Gehoer aus den Ohren hupen.
Morgen fahren wir nun weiter nach Laos. Die Grenze ist nur noch einen guten Radeltag entfernt. Zu gerne waere ich noch durch die Bergregionen hier gefahren, wo es noch einige Bergvoelker gibt, aber irgendwie ist mir das gerade etwas verleidet, zumal ich nicht nochmals 10 Stunden bei der Polizei verbringen muss. Aber in Nordlaos- und vietnam wird es dann hoffentlich nochmals sowas zu sehen geben.
Vielfach sind die Raeder zu schwer um noch im tiefen Sand fahren zu koennen. So muessen wir das Fahrrad so einige Teilabschnitte ueber den Sand schieben. Nicht einmal mehr 8km schaffen wir in der Stunde. Die wenigen Flussueberquerungen kommen uns da zur Erfrischung gerade entgegen.
Da wir kaum auf ein Dorf stossen und die eigentlich sowieso nichts zu essen anbieten, muessen wir uns unsere Nudeln ebenfalls selber kochen. Glueck haben wir, dass kurz vor uns wohl ebenfalls jemand Hunger hatte und schon mal ein Feuerchen machte. So koennen wir unseren Kocher getrost in der Fahrradtasche lassen.
Endlich in Banlung angekommen ist es dann auch nicht mehr weit nach Vietnam. 70km perfekte neue Teerstrasse sind wirklich ein Klacks. Die Zollformalitaeten sind ebenfalls schnell abgewickelt. Ausser vielleicht noch, dass wir bei der Einreise nach Vietnam unser ganzes Gepaeck abladen muessen, damit sie es durch die Roentgenmaschine lassen koennen. Danach duerfen wir aber auch sogleich losradeln. Somit fahre ich nun doch schon durch mein 30.stes Land mit dem Reiserad. Am naechsten Morgen entscheiden wir uns, nicht auf der Hauptroute weiterzuradeln. Da hat es einfach zuviel Verkehr und man sieht viel weniger vom Land. Mit dieser Entscheidung fahren wir aber direkt in ein Schlamassel rein. Die Strasse, die uns nach Norden bringen soll, ist schwierig zu finden und die Leute verstehen uns irgendwie falsch, womit wir doch einige Kilometer von unserer geplanten Route abkommen. Das alles waere ja ueberhaupt kein Problem, bis zu dem Zeitpunkt wo wir uns in einem Cafe unseren 10 Uhr-Eiskaffee goennen. Hier naemlich kommt die Polizei herein und beginnt unsere Paesse zu kontrollieren und herumzutelefonieren. Nach einer knappen Stunde werden wir gebeten auf die Polizeistation mitzukommen. Als Vermittler wurde kurzerhand der Englischlehrer der Ortschaft geholt und so erfahren wir, dass wir hier nicht sein duerften, und die Leute hier nun das erste Mal Auslaender gesehen haetten. Das erklaert natuerlich auch, warum wir von denen mit ihren Natels dutzende Male fotografiert wurden. Wir dachten eigentlich wir seien hier die fotografierenden Touristen!!! So werden wir also weitere 3 Stunden auf der Polizeistation festgehalten. Dann kommt ein Jeep, der uns und unsere Raeder verlaedt und uns in die 40km entfernte Stadt Pleiku bringt. Hier werden wir gleich dem Buero fuer Immigration vorgefuehrt. Langsam aber sicher erfahren wir, dass wir in einem Gebiet waren, welches nur mit Bewilligung besucht werden darf und wir somit eine Straftat begangen haben. Es findet ein richtiges Verhoer statt. Immer wieder muessen wir die gleichen Fragen beantworten, warum wir diese Strecke nahmen, warum wir uns keinen Reiseleiter genommen haben, wieso wir nicht eine Tour gebucht haben, und, und, und... Uns wird nochmals klar gemacht, dass wir mit dem Besuch dieser Region eine Straftat begangen haben. Auch werden wir dazu gedraengt ein Formular, welches auf Vietnamesisch geschrieben wurde zu unterschreiben. Wir unterschreiben schlussendlich auch, aber nur mit dem Vermerk, dass wir nicht wissen, was auf dem Formular steht. Nun, draussen dunkelt es schon langsam, wissen wir endlich, was der wahre Grund unserer Festnahme ist. Man versichert uns, dass wir dafuer aber nicht ins Gefaengnis muessen. Nach etwa 10 Stunden Polizeigewahrsam und Verhoeren werden wir schliesslich mit einer Busse von je 60 US-Dollar entlassen. Man bringt uns noch zum Hotel und blaeut uns ein, morgen frueh die Stadt verlassen zu muessen. Sie wollen uns hier wohl nicht mehr sehen. Somit bin ich nun in Vietnam straffaellig geworden. Man koennte sagen, wer sich verirrt und die Gesetze und Sperrzonen nicht kennt den schuetzt das vor Strafe noch lange nicht. Mal schauen, was die Behoerde fuer Tourismus dazu sagt, wenn wir der unsere Problemchen schildern... Trotz diesem Ereignis will ich deswegen nicht auf Vietnam verzichten. Wie in vielen Laendern muss man einfach die Politik/Justiz vom wirklichen Leben im Land trennen. Die freundlichen und hilfsbereiten Menschen koennen ja auch nichts dafuer, dass der Staatsapparat noch so kompliziert arbeitet.
Da wir nun also in eine Stadt gebracht wurden und hier weder links noch rechts von der Strasse weg duerfen bleibt uns nicht mehr viel anderes uebrig als auf der Hauptstrasse weiterzufahren. Waren auf meiner frueheren Vietnamreise noch sehr viele Fahrraeder zu sehen, sind diese nun hauptsaechlich von den Motos verdraengt worden.
Schlimmer aber sind die LKW's und Busse, die einem manchmal fast das Gehoer aus den Ohren hupen.
Morgen fahren wir nun weiter nach Laos. Die Grenze ist nur noch einen guten Radeltag entfernt. Zu gerne waere ich noch durch die Bergregionen hier gefahren, wo es noch einige Bergvoelker gibt, aber irgendwie ist mir das gerade etwas verleidet, zumal ich nicht nochmals 10 Stunden bei der Polizei verbringen muss. Aber in Nordlaos- und vietnam wird es dann hoffentlich nochmals sowas zu sehen geben.
Mittwoch, 17.02.2010
17.02.2010, Stung Treng 886km
Die Weiterfahrt ist eine Fahrt ins Ungewisse. Auf keiner einzigen Karte finden mein neuer Reisegefaehrte Andy und ich eine Verbindung von Siem Reap ins etwa 120km entfernte Kulen. Trotzdem haben wir gehoert, dass es moeglich ist die Strecke zu fahren. So fragen wir uns an fast jeder Kreuzung nach dem richtigen Weg durch. Es ist meist gar nicht so einfach, denn meist muessen wir nur schon die Ortschaft fuenfmal nennen, ehe man uns versteht. Wir sind dann ueberrascht, dass die Piste meist sehr breit und in gutem Zustand ist. Manchmal fahren wir sogar auf Teerstrasse. Unterwegs koennen wir eine Nacht bei einem Restaurantbesitzer verbringen. Das muss natuerlich der Polizei gemeldet werden. Die Polizei meint aber, es sei fuer uns hier nicht sicher und wir muessten bewacht werden. Natuerlich brauchen wir keine Bewachung, welche aber unumgaenglich zu sein scheint. Das Ziel der Polizei ist, dafuer ein paar Dollars einstreichen zu koennen. So verbringen wir also die Nacht in einem Restaurant, waehrend uns draussen ein in der Haengematte schlafender Polizist bewacht. Am naechsten Tag gelangen wir locker ohne Umwege nach Kulen. 30km weiter, wo dann wieder Strassen auf der Karte vermerkt sind, wird es aber ueberraschenderweise schwieriger zu fahren. Ueberall wird gebaut und gewalzt, sodass wir manchmal nur schiebend vorwaerts kommen.

Einmal wurde die Piste gerade mit Wasser bespritzt. So erfahren wir auch noch, was es wohl bedeuten wuerde in der Regenzeit auf solchen Pisten zu fahren. Nach 30m geht nichts mehr. Kein Rad dreht mehr.
Um die Raeder von dieser lehmigen Erde zu befreien, muessen wir einige Reinigungszeit investieren. Unterwegs wissen wir eigentlich nie so genau wo wir uns gerade befinden. Die Kambodschaner sagen uns jeweils die Richtung und damit hat es sich auch schon. Die Namen der Doerfer sind nicht angeschrieben und Strassentafeln gibt es ebenfalls nirgends. Wenigstens stimmt die Richtung gemaess Kompass und das heisst, dass wir frueher oder spaeter am Mekong angelangen muessen. Auf der Karte wird die Piste nun wieder groesser. In Wirklichkeit aber passiert genau das Gegenteil. Sie wird so schmal, dass fuer einen normalen Personenwagen eigentlich ueberhaupt kein Durchkommen mehr ist.

Nur Fahr- und Motorraeder haben hier noch eine Chance.

Immer wieder fragen wir uns, ob wir richtig sind. Auch weil uns seit einer Stunde nur noch Militaerpersonen mit ihren Kalaschnikows begegnen. Irgendwann aber kommen wir wieder an eine Huette. Wir sind sehr froh, dass wir hier unsere Zelte zum uebernachten aufstellen duerfen.

Dieses irgendwo im Busch aufzustellen, koennte in Kambodscha toedlich enden. Die Gefahr auf eine Landmine zu treten ist enorm. Vor allem die Schreckensherrschaft der Roten Khmer um Pol Pot hat das Land kaputt in einen desolaten Zustand gebracht. Es ist noch keine 30 Jahre her, als dieser aus dem Land einen reinen Bauernstaat machen wollte und alle Einwohner aus den Staedten aufs Land vertrieb. Lehrer, Gebildete, Intellektuelle, ja sogar Brillentraeger wurden systematisch ermordet. Man schaetzt, dass bei diesem Voelkermord bis zu 3 Millionen Menschen ums Leben kamen. Die Landminen sind nun das Ueberbleibsel dieser Schreckensherrschaft. Noch heute sterben ueber 30 Leute im Monat wegen Landminen. Die Anzahl von Verletzten ist ungleich hoeher. Den Bauern aber bleibt kaum eine Wahl und so muessen sie jeden Tag damit rechnen, bei der Arbeit auf dem Feld von einer Mine aus dem Leben gerissen zu werden. Die Menschen zu sehen, welche hier mit fehlenden Gliedmassen anzutreffen sind, ist wirklich erschreckend. Da niemand genau weiss, wo die Minen vergraben sind, verzichten wir nur schon darauf, unser Geschaeft irgendwo auf dem Feld zu verrichten.
Einen Tag brauchen wir noch fuer die restlichen knapp 70km auf diesem schmalen Pfad, bis wir endlich erschoepft aber gluecklich den Mekong erreichen.

Interessant war die Strecke auf jeden Fall, auch wenn es landschaftlich nichts besonderes wahr. Mehrheitlich fuhren wir naemlich an abgebrannten Waeldern vorbei. Brandrodung ist hier nach wie vor sehr weit verbreitet.
Staubig, dreckig oder wie man das nennen will, geniessen wir die anschliessende Dusche im Guesthouse umso mehr.

Nun geht es noch die letzten paar Tage weiter durch den Nordosten Kambodschas, ehe wir nach Vietnam gelangen.
Einmal wurde die Piste gerade mit Wasser bespritzt. So erfahren wir auch noch, was es wohl bedeuten wuerde in der Regenzeit auf solchen Pisten zu fahren. Nach 30m geht nichts mehr. Kein Rad dreht mehr.
Nur Fahr- und Motorraeder haben hier noch eine Chance.
Immer wieder fragen wir uns, ob wir richtig sind. Auch weil uns seit einer Stunde nur noch Militaerpersonen mit ihren Kalaschnikows begegnen. Irgendwann aber kommen wir wieder an eine Huette. Wir sind sehr froh, dass wir hier unsere Zelte zum uebernachten aufstellen duerfen.
Dieses irgendwo im Busch aufzustellen, koennte in Kambodscha toedlich enden. Die Gefahr auf eine Landmine zu treten ist enorm. Vor allem die Schreckensherrschaft der Roten Khmer um Pol Pot hat das Land kaputt in einen desolaten Zustand gebracht. Es ist noch keine 30 Jahre her, als dieser aus dem Land einen reinen Bauernstaat machen wollte und alle Einwohner aus den Staedten aufs Land vertrieb. Lehrer, Gebildete, Intellektuelle, ja sogar Brillentraeger wurden systematisch ermordet. Man schaetzt, dass bei diesem Voelkermord bis zu 3 Millionen Menschen ums Leben kamen. Die Landminen sind nun das Ueberbleibsel dieser Schreckensherrschaft. Noch heute sterben ueber 30 Leute im Monat wegen Landminen. Die Anzahl von Verletzten ist ungleich hoeher. Den Bauern aber bleibt kaum eine Wahl und so muessen sie jeden Tag damit rechnen, bei der Arbeit auf dem Feld von einer Mine aus dem Leben gerissen zu werden. Die Menschen zu sehen, welche hier mit fehlenden Gliedmassen anzutreffen sind, ist wirklich erschreckend. Da niemand genau weiss, wo die Minen vergraben sind, verzichten wir nur schon darauf, unser Geschaeft irgendwo auf dem Feld zu verrichten.
Einen Tag brauchen wir noch fuer die restlichen knapp 70km auf diesem schmalen Pfad, bis wir endlich erschoepft aber gluecklich den Mekong erreichen.
Interessant war die Strecke auf jeden Fall, auch wenn es landschaftlich nichts besonderes wahr. Mehrheitlich fuhren wir naemlich an abgebrannten Waeldern vorbei. Brandrodung ist hier nach wie vor sehr weit verbreitet.
Staubig, dreckig oder wie man das nennen will, geniessen wir die anschliessende Dusche im Guesthouse umso mehr.
Nun geht es noch die letzten paar Tage weiter durch den Nordosten Kambodschas, ehe wir nach Vietnam gelangen.
Freitag, 12.02.2010
12.02.2010, Siem Reap (Angkor Wat) 568km
Die Tage in Siem Reap stehen ganz im Zeichen der Tempel um Angkor Wat. Hier auf die Geschichte einzugehen wuerde wohl den Rahmen sprengen. Zu viele verschiedene Tempel von unterschiedlichen Herrschern wurden hier errichtet. Im Zentrum, weil am groessten steht natuerlich Angkor Wat.

Aber auch andere Ruinen sind sehr speziell. So gibt es solche mit wahrlich vielen Gesichtern.

Bei einigen wurden noch ein paar Baeume stehengelassen um sich vorstellen zu koennen wie die Anlagen mal ausgesehen haben muessen, als sie vom Dschungel ueberwuchert wurden. Zudem halten nun die Wurzeln die Gebaeude zusammen.

Trotz allem hat mich das alles nicht so in den Bann gezogen und so habe ich nach drei Tagen Besichtigung auch genug Tempel gesehen.
Dann aber passiert ploetzlich etwas Unvorgesehenes. Hier in Kambodscha wo ich mich so wohl fuehle werde ich doch beinahe bestohlen. Es waere zwar nur mein Velobidon gewesen, aber das haette wohl meine Freude zum Land doch etwas getruebt. Den Uebeltaeter kann ich im letzten Moment noch vom Diebstahl abhalten. Ohne Skrupel laesst er sich dann sogar noch fotografieren, tststs.....

Der letzte Tag verbringen mein neuer Reisegefaehrte Andy und ich in einer Seidenfabrik. In einem Dorf draussen werden junge Leute in der Seidenverarbeitung geschult. Somit koennen sie sich spaeter ihren Lebensunterhalt verdienen. Von der Raupe ueber den Kokon bis zur Herstellung von Kleidern wird uns alles gruendlich erklaert. Auf dem Foto wird gerade die Seide von in heissem Wasser liegenden Kokons geloest.

Morgen gehts nun weiter mit beladenem Rad in Richtung Nordosten Kambodschas. Wir haben uns eine Strecke ausgesucht, bei der wir nicht so richtig wissen, ob sie wirklich existiert. Die vorhandenen Karten geben uns da unterschiedliche Informationen. Mal schauen, was uns da alles interessantes erwartet.
Aber auch andere Ruinen sind sehr speziell. So gibt es solche mit wahrlich vielen Gesichtern.
Bei einigen wurden noch ein paar Baeume stehengelassen um sich vorstellen zu koennen wie die Anlagen mal ausgesehen haben muessen, als sie vom Dschungel ueberwuchert wurden. Zudem halten nun die Wurzeln die Gebaeude zusammen.
Trotz allem hat mich das alles nicht so in den Bann gezogen und so habe ich nach drei Tagen Besichtigung auch genug Tempel gesehen.
Dann aber passiert ploetzlich etwas Unvorgesehenes. Hier in Kambodscha wo ich mich so wohl fuehle werde ich doch beinahe bestohlen. Es waere zwar nur mein Velobidon gewesen, aber das haette wohl meine Freude zum Land doch etwas getruebt. Den Uebeltaeter kann ich im letzten Moment noch vom Diebstahl abhalten. Ohne Skrupel laesst er sich dann sogar noch fotografieren, tststs.....
Der letzte Tag verbringen mein neuer Reisegefaehrte Andy und ich in einer Seidenfabrik. In einem Dorf draussen werden junge Leute in der Seidenverarbeitung geschult. Somit koennen sie sich spaeter ihren Lebensunterhalt verdienen. Von der Raupe ueber den Kokon bis zur Herstellung von Kleidern wird uns alles gruendlich erklaert. Auf dem Foto wird gerade die Seide von in heissem Wasser liegenden Kokons geloest.
Morgen gehts nun weiter mit beladenem Rad in Richtung Nordosten Kambodschas. Wir haben uns eine Strecke ausgesucht, bei der wir nicht so richtig wissen, ob sie wirklich existiert. Die vorhandenen Karten geben uns da unterschiedliche Informationen. Mal schauen, was uns da alles interessantes erwartet.
Dienstag, 09.02.2010
08.02.2010, Siem Reap (Kambodscha) 425km
Viel gibt es bis jetzt noch nicht zu erzaehlen. Der Flug nach Bangkokg verlaeuft sehr angenehm. Einzig die Umsteigezeit in Amsterdam wird wegen des Schneefalles etwas knapp. Zum Glueck habe ich aber Erfahrung im Laufsport und so erreiche ich meinen Anschlussflug dennoch. Das Fahrrad baue ich gleich im Flughafen wieder zusammen. Und dann gehts eigentlich auch schon los. Eine Strasse ausser der Autobahn zu finden ist als Ortsunkundiger allerdings schwierig. Aber fuer was hat es sonst auch einen so grossen Pannenstreifen?

Am meisten Muehe macht mir aber noch der grosse Tempraturunterschied von ueber 40 Grad zur Schweiz. Mein Koerper will noch nicht so richtig trinken. Und das waere eigentlich bei der Hitze dringend noetig. Auch zum Essen brauche ich viel Ueberwindung. So fahre ich die ersten zwei Tage schon 220km und esse nur gerade eine Nudelsuppe pro Tag. Obwohl die eigentlich mega lecker waeren.

Von Thailand sehe ich nicht gerade viel. Nach knapp 3 Tagen erreiche ich schon die Grenze zu Kambodscha. Vor Grenzuebergaenge habe ich immer ein bisschen ein komisches Gefuehl. Man weiss nicht, was einem danach erwartet und man hofft auch auf angenehme Zollbeamte zu stossen. Der Grenzuebertritt verlaeuft dann wirklich einfach. Das 20-Dollar teure Visum bekomme ich nach zweimaligem Nachfragen statt fuer 25 wirklich fuer 20 Dollar! Mit Freundlichkeit und einem laecheln geht das meistens in Suedostasien.
Der Unterschied zwischen Thailand und Kambodscha ist enorm. Die Armut hier ist offenschtlich. Dennoch strahlen die Leute eine unbeschreibliche Zufriedenheit aus. Ueberall wird mir lachend zugewunken und *hallo* gerufen. So kommt es, dass ich die ersten 20km nach Pailin vom vielen Zurueckwinken fast einhaendig absolvieren muss. In Pailin stellt sich dann das erste Mal die Frage, was ich da so zu essen kriegen kann. In einer Kueche schaue ich in gegen 20 Kochtoepfe rein. Nichts, ueberhaupt nichts kann ich da erkennen. Ausser der Reis und die grillierten Froesche. Mann hat also keine Ahnung, was man isst.
Die naechst groessere Ortschaft Battambang liegt dann nochmals 80km auf Kiesstrasse entfernt. Bis ich dort ankomme muss ich einige Male Staub schlucken von den vielen LKWs und Autos.

So erreiche ich die Stadt in roten Kleidern und rotem Fahrrad anstatt urspruenglichem schwarz. Von Battambang fahre ich mit dem Boot weiter nach Siem Reap. Das ist wirkliche eine lohnende Alternative zur Strasse. Am Fluss sieht man wie die Fischer leben. Die Fahrt koennte dabei schon fast das Praedikat *Armutstourismus* erhalten. Hautnah sieht man die Fischer bei ihrer Arbeit und die primitiven Huetten in denen sie zum Teil leben. Nichts desto trotz strotzen auch hier die Leute eine angenehme Freundlichkeit aus. Ich habe mich schon fast ein bisschen in Kambodscha verliebt...



In Siem Reap treffe ich nun auf Andy. Wir haben schon laengere Zeit uebers Internet miteinander Kontakt. Er ist im Mai 2009 mit dem Rad in der Schweiz losgefahren und ist nun wie ich in Kambodscha. Wahrscheinlich werden wir nun einige Zeit miteinander weiterradeln. Seine Homepageist: www.nyffy.ch.
Erst aber ist hier einmal die Besichtigung der riesigen Tempelanlage um Angkor Wat angesagt. Das braucht nun sicher ein paar Tage Zeit, ehe wir in Richtung Osten weiterradeln.
Am meisten Muehe macht mir aber noch der grosse Tempraturunterschied von ueber 40 Grad zur Schweiz. Mein Koerper will noch nicht so richtig trinken. Und das waere eigentlich bei der Hitze dringend noetig. Auch zum Essen brauche ich viel Ueberwindung. So fahre ich die ersten zwei Tage schon 220km und esse nur gerade eine Nudelsuppe pro Tag. Obwohl die eigentlich mega lecker waeren.
Von Thailand sehe ich nicht gerade viel. Nach knapp 3 Tagen erreiche ich schon die Grenze zu Kambodscha. Vor Grenzuebergaenge habe ich immer ein bisschen ein komisches Gefuehl. Man weiss nicht, was einem danach erwartet und man hofft auch auf angenehme Zollbeamte zu stossen. Der Grenzuebertritt verlaeuft dann wirklich einfach. Das 20-Dollar teure Visum bekomme ich nach zweimaligem Nachfragen statt fuer 25 wirklich fuer 20 Dollar! Mit Freundlichkeit und einem laecheln geht das meistens in Suedostasien.
Der Unterschied zwischen Thailand und Kambodscha ist enorm. Die Armut hier ist offenschtlich. Dennoch strahlen die Leute eine unbeschreibliche Zufriedenheit aus. Ueberall wird mir lachend zugewunken und *hallo* gerufen. So kommt es, dass ich die ersten 20km nach Pailin vom vielen Zurueckwinken fast einhaendig absolvieren muss. In Pailin stellt sich dann das erste Mal die Frage, was ich da so zu essen kriegen kann. In einer Kueche schaue ich in gegen 20 Kochtoepfe rein. Nichts, ueberhaupt nichts kann ich da erkennen. Ausser der Reis und die grillierten Froesche. Mann hat also keine Ahnung, was man isst.
Die naechst groessere Ortschaft Battambang liegt dann nochmals 80km auf Kiesstrasse entfernt. Bis ich dort ankomme muss ich einige Male Staub schlucken von den vielen LKWs und Autos.
So erreiche ich die Stadt in roten Kleidern und rotem Fahrrad anstatt urspruenglichem schwarz. Von Battambang fahre ich mit dem Boot weiter nach Siem Reap. Das ist wirkliche eine lohnende Alternative zur Strasse. Am Fluss sieht man wie die Fischer leben. Die Fahrt koennte dabei schon fast das Praedikat *Armutstourismus* erhalten. Hautnah sieht man die Fischer bei ihrer Arbeit und die primitiven Huetten in denen sie zum Teil leben. Nichts desto trotz strotzen auch hier die Leute eine angenehme Freundlichkeit aus. Ich habe mich schon fast ein bisschen in Kambodscha verliebt...
In Siem Reap treffe ich nun auf Andy. Wir haben schon laengere Zeit uebers Internet miteinander Kontakt. Er ist im Mai 2009 mit dem Rad in der Schweiz losgefahren und ist nun wie ich in Kambodscha. Wahrscheinlich werden wir nun einige Zeit miteinander weiterradeln. Seine Homepageist: www.nyffy.ch.
Erst aber ist hier einmal die Besichtigung der riesigen Tempelanlage um Angkor Wat angesagt. Das braucht nun sicher ein paar Tage Zeit, ehe wir in Richtung Osten weiterradeln.
Sonntag, 17.01.2010
17.01.2010, Bald wieder unterwegs...
Schon bald geht es los. Am 1. Februar geht mein Flieger nach Bangkok. Von dort fahre ich mit dem Fahrrad via Kambodscha, Vietnam, Laos nach Chengdu in China.
Die Fahrradtaschen stehen schon für's Probepacken bereit und das Fahrrad ist bereits abflugbereit. Ich freue mich auf die angenehmen 35 Grad Celsius in Asien.
Für alle Interessierten werde ich hier laufend aktuelle Reiseberichte aufschalten.
Es Grüessli
Michi
www.bikevisions.ch.vu
Die Fahrradtaschen stehen schon für's Probepacken bereit und das Fahrrad ist bereits abflugbereit. Ich freue mich auf die angenehmen 35 Grad Celsius in Asien.
Für alle Interessierten werde ich hier laufend aktuelle Reiseberichte aufschalten.
Es Grüessli
Michi
www.bikevisions.ch.vu
Mittwoch, 23.12.2009
23.12.2009, Vorbereitungen
Die Vorbereitungen für die Asien-Fahrradreise laufen auf Hochtouren. Reiseberichte folgen sobald ich unterwegs bin, ab Februar 2010.
Michi
www.bikevisions.ch.vu
Michi
www.bikevisions.ch.vu